Edelmetall für die Fechter: vier Mal

Die erfolgreichen ETVer bei der Team-EM in Gillingham (v. l.): Olaf Ziebell, Margit Budde, Trainer Paul Donaldson, Gesche Reimers und Dimitri Prudowski. Die zweifache Medaillengewinnerin Christine Zoppke ist nicht im Bild. (Foto: ETV)

Eimsbütteler TV-Senioren räumten bei den Mannschafts-Europameisterschaften ab

Von Jens Beeskow

Die Fechter des Eimsbütteler TV haben zuletzt mal wieder mit internationalen Erfolgen geglänzt. Bei den 25. Mannschaftseuropameisterschaften der Senioren im englischen Gillingham räumten die Hamburger mit ihren Teams gleich vier Mal Edelmetall ab. Margit Budde wurde Europameisterin der Altersklasse 60plus mit dem Säbel, Christine Zoppke holte die Silbermedaille mit dem Florett und gewann zudem gemeinsam mit Vereinskameradin Gesche Reimers Säbel-Bronze in der Altersklasse 50plus. Bei den Ü50-Herren erkämpften der amtierende Vize-Weltmeister Olaf Ziebell und Dmitri Prudovski mit ihrem Team die Bronzemedaille im Säbel.
Im nationalen Vergleich gehört der ETV damit zu den erfolgreichsten Fechtvereinen Deutschlands. Doch nicht nur bei den Senioren, auch bei den Aktiven wissen die Eimsbütteler durchaus zu überzeugen. Vor Kurzem wurden die ETV-Fechter beim Finale des Deutschland-Pokals, einem Mannschaftswettbewerb, bei dem A- und B-Nationalkader nicht teilnehmen dürfen, starker Dritter.
„Wir haben rund 170 Mitglieder, davon gut ein Drittel Jugendliche“, berichtet Gesche Reimers, 2. Vorsitzende der Fechtabteilung, die zu den Gründungsmitgliedern des mittlerweile mehr als 125 Jahre alten ETV gehört. „Damit sind wir in Norddeutschland einer der größten Fechtvereine.“

Kapazitäten sind ausgeschöpft: Wartelisten
Die Zahl der Mitglieder könnte dabei deutlich höher liegen. „Wir haben Wartelisten für Fechtanfänger, weil wir bereits an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen.“ Zwei Mal im Jahr startet der ETV mit der Ausbildung neuer Fechtklassen an Florett, Säbel und Degen. Anders als Fechthochburgen wie etwa Tauberbischofsheim wird beim ETV aber der Fokus nicht auf den Leistungssport gelegt, sondern vor allem auf den Breitensport. „Wir wollen, dass die Jugendlichen Spaß haben und ohne den großen Leistungsdruck ein Leben lang fechten“, erklärt Gesche Reimers.
Aber sie unterstreicht auch, dass „Talente, die an die Spitze wollen, natürlich auch bei uns entsprechend gefördert werden.“ Dafür hat man in dem Schotten Paul Donaldson auch einen ausgesprochen versierten hauptamtlichen Trainer sowie mit vielen Hallenzeiten und einem eigenen Fechtsaal optimale Voraussetzungen.
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