„Die dritte Halbzeit ist legendär!“

Beide 2,03 Meter groß, beide Torhüter: Neben Detlef Brockmann (r.) wurde auch SC Victoria-Spieler Lars Neuwerk (Altersklasse Ü 50) ausgezeichnet. (Foto: cvs)

Bezirksversammlung Eimsbüttel zeichnete SC Victoria-Hockeyspieler aus

Christopher von Savigny, Eimsbüttel – Mit seinen 2,03 Metern ist Detlef Brockmann selbst für einen Hockey-Torhüter außergewöhnlich groß. Brock- mann selbst findet das praktisch: „Ich bin mit meinen Händen und Füßen schneller in der Ecke, um den Ball abzufangen“, sagt er. Eine andere Spielposition kam für ihn nie in Frage. Schon in der Jugend habe es geheißen: Du bist groß, du gehst ins Tor, erzählt Brockmann.
Bei der jährlichen Sportlerehrung der Bezirksversammlung Eimsbüttel hat der Spieler des Sport-Clubs Victoria Hamburg eine Urkunde für besondere
Leistungen bekommen: Brock-mann gewann 2011 den Europameistertitel mit der Deutschen Ü-40-Nationalmannschaft. Dieses Jahr, bei der Weltmeisterschaft in Canterbury, reichte es immerhin zu einem dritten Rang. Im Halbfinale war seine Mannschaft ganz knapp im Penaltyschießen ausgeschieden. „Ausgerechnet gegen England“, berichtet Brockmann lachend. „Gegen die man eigentlich nicht verlieren darf!“
Was dem Spieler mit dem Gardemaß an seinem Hobby besonders gut gefällt: „Hockey ist ein schneller, hochtaktischer und athletischer Sport“, sagt er. Wer es zu etwas bringen wolle, müsse früh anfangen. „Gleichzeitig laufen, gucken und den Ball abspielen erfordert ein hohes Maß an Koordination.“ Mit zwölf Jahren startete Brock- mann seine sportliche Karriere, zunächst als Fußballer. Wegen eines Knorpelschadens musste er umsatteln und landete beim Hockey. Nach und nach stieg der Trainingsaufwand und damit auch die Spielqualität: Zeitweise spielte seine Mannschaft in der Regionalliga: „Heute trainiere ich noch zweimal pro Woche“, berichtet er.
Und dann habe der Hockeysport noch einen weiteren riesigen Vorteil: die ausgeprägte Feiermentalität seiner Mitglieder. „Die dritte Halbzeit ist legendär“, sagt Brockmann. Das sei aber bitte nicht auf die Randale der deutschen Olympiateilnehmer zu beziehen. Letztere hatten auf der Heimfahrt von London einen Veranstaltungssaal auf einem Kreuzfahrtschiff demoliert.
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