Der HEBC und die Mathematik

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Clubheim-Besucher am Reinmüller auch in der kommenden Saison Landesligafußball sehen werden, liegt bei über 50 Prozent. (Foto: fs)

Streit um Staffeleinteilung – Eimsbütteler sehen sich im Nachteil

Von Fritz Schenkel, Eimsbüttel
Seit Wochen tobt zwischen dem Hamburger Fußball-Verband (HFV) und einer zunehmenden Anzahl von Vereinen der beiden Fußball-Landesligen ein Kleinkrieg um Staffeleinteilungen und ihre Folgen. Zuletzt hatte der HEBC diesen um eine skurrile Variante bereichert – die Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Zwei Vereine verlassen die Hansa-Staffel


Doch der Reihe nach. Vor einigen Wochen war der „serbische“ Klub Nikola Tesla erfolgreich bis vor die höchste HFV-Instanz gegen die Einteilung in die Hansa-Staffel, gemeinsam mit dem „albanischen“ Klub Kosova, vorgegangen. Das ebenso nachvollziehbare wie fragwürdige Argument der beiden Vereine: Die Nachwirkungen des immer noch nicht überwundenen Kriegs im ehemaligen Jugoslawien. Bei den direkten Duellen könne es zu erheblichen Gewalttätigkeiten aus den jeweiligen „Umfeldern“ kommen.
Leidtragender war der TSV Sasel, der kurz vor Saisonbeginn noch die Staffel wechseln muss-te. Er wehrte sich dann mit „Argumenten“ wie bereits gedru-ckter Plakate und vergeblicher Gegner-Beobachtungen ebenfalls erfolgreich gegen die Versetzung.

Hammonia-Staffel: Vier Clubs müssen absteigen

Das führte letztlich dazu, dass die Hansa-Staffel mit 15 und die „Eimsbütteler“ Hammonia-Staffel mit 17 Vereinen an den Start ging. Und dazu, dass aus der Hansa nur zwei, aus der Hammonia-Staffel aber vier
Teams absteigen müssen. Was wiederum den HEBC und weitere Klubs auf den Plan rief.
„Die Nachteile in unsere Staffel überwiegen eindeutig“, begründete HEBC-Manager „Speedy“ Vamvakidis den Protest des Vereins gegen die Abstiegsregelung. Unterfüttert wurde das ganze mathematisch: Die Abstiegswahrscheinlichkeit läge in der Hammonia-Staffel bei 23,5 Prozent, in der Hansa-Staffel nur bei 13,3 Prozent.
Vorstand und Spielausschuss des HFV, die mit ihrer Halsstarrigkeit und Unflexibilität nicht unerheblich zur Entstehung der Probleme beigetragen hatten, lehnten jedoch unterschiedliche Vereinsvorschläge zur Änderung von Auf- und Abstieg ab. „Es bleibt bei der bisherigen Beschlusslage“, verkündete der HFV.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.