Der fast perfekte Einstand

  Knappe 5 Satzniederlage gegen VG WiWa (27:29, 25:23, 25:22; 24:26, 13:15)

Wenn ein Spiel erst nach 125 Minuten zu Ende geht, die zahlreichen Zuschauer beiden Teams nach dem letzten Ballwechsel begeistert applaudieren und der Gesamtpunktestand bei 115 zu 114 nur einen Punkt Differenz aufweist, dann lässt sich schon anhand dieser Umstände erkennen, wie umkämpft und knapp das Spiel gewesen sei muss.

Der Reihe nach. Endlich begann für die Damen des VCE mit einem Heimspiel gegen WiWa die Regionalligasaison. Beide Teams kennen sich gut aus der vorherigen Saison und sind als Meister (WiWa) und Vize (VCE) gemeinsam in die Regionalliga aufgestiegen. Bereits im Vorjahr traf man ebenfalls am ersten Spieltag aufeinander. Die Eimsbüttlerinnen haben an diesen Spieltag allerdings keine guten Erinnerungen. So gab es eine 0:3 Niederlage (in den Sätzen jedoch sehr knapp) und zu allem Überfluss waren zwei Verletzte (Bänderriss und Fingerbruch) zu beklagen. Diese Geschichte wollten die Eimsbüttlerinnen in keinem Fall wiederholen und einen besseren Saisonstart hinlegen.

Im ersten Satz merkte man den VCE-Damen jedoch eine gewisse Nervosität an. Insbesondere im Aufschlag machte sich dies bemerkbar. Anstatt den Gegner bereits mit dem ersten Ball unter Druck zu setzen, wurden die Aufschläge reihenweise neben das Feld gesetzt und der VCE brachte sich damit ein ums andere Mal um den Lohn für einen vorher schön erspielten Punkt. Da auf beiden Seiten die Einstellung zum Spiel absolut stimmte und beide Teams ab der ersten Minute verbissen kämpften, gelang es keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. So ging gleich der erste Satz in die Verlängerung. Ein Angriffsfehler beim VCE brachte mit 29:27 die Entscheidung zugunsten der VG WiWa.

Im zweiten Durchgang konnte sich WiWa etwas absetzen. Beim Stand von 14:17 kam Ailyn Berodt für Franziska Ridder auf der Aussenposition ins Spiel. WiWa nahm die neue Spielerin gleich in der Annahme unter Beschuss und diese wackelte anfänglich ein wenig, aber in der Folge agierte Ailyn Berodt sehr mutig variantenreich im Angriff, machte ein starkes Spiel und steuerte viele Punkte für ihr Team bei. Die Eimsbüttlerinnen agierten zum Ende des zweiten Satzes immer souveräner und konnten mit 25:23 den Satzausgleich verbuchen.

Den dritten Satz kann man mit dem Ausgang von 25:22 in Hinblick auf dieses umkämpfte Spiel und die einzelnen Satzergebnisse schon fast als deutlich bezeichnen. Bei 15:15 ging Kristin Bahlburg an den Aufschlag und setzte WiWa so unter Druck, dass die VCE Damen eine 20:15 Führung erspielen konnten. Der vorentscheidende Moment in diesem Satz. Wiwa konnte zwar mit drei Punkten in Folge kontern, aber eine Auszeit von Coach Marcus Schütte mit den passenden Worten an seine Damen und der Ball wurde zurückerobert und der Sack zugemacht.

Nach diesem „deutlichen" Satz schienen die Eimsbüttelerinnen das Spiel im Griff zu haben und konnten sich mit 11:6 absetzen. Insbesondere die starkaufspielende Anja Knabe-Paulsen hatte jedoch etwas gegen einen 3:1 Sieg für den VCE. Sie führte ihr Team an und bei 18:18 war Wiwa wieder dran. Die Aufholjagd schien die VCE Damen zu beeindrucken, WiWa ging in Führung und hatte bei 24:20 Satzbälle. Die Eimsbüttelerinnen wehrten den ersten Satzball ab und nun zeigte sich Mittelblockerin Anna Jacob nervenstark am Aufschlag. Sie servierte unter anderem ein Ass und brachte ihr Team mit weiteren starken Aufschlägen bis zum 24:24 Ausgleich. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war auch der letzte Zuschauer im Bann des Spiels und die Halle stand Kopf. Beide Teams lieferten sich umkämpfte Ballwechsel mit dem besseren Ende für WiWa, das mit 26:24 doch noch Durchgang vier für sich entscheiden konnte. Der Knackpunkt im Spiel, denn dieser Satz hätte nach der Führung in Eimsbüttel bleiben sollen.

Allerdings muss man tatsächlich anerkennen: Wie sollte dieses Spiel auch anders enden als im 5.Satz? Wiwa erwischte den besseren Start und zog auf 11:7 davon, der Drops schien gelutscht. Aber wieder waren es starke Aufschläge, die den VCE zurück ins Spiel brachten. Bei 9:13 servierte Kristin Bahlburg erneut hart und den Rest erledigte die Block- bzw. Angriffsreihe der Eimsbüttlerinnen. Es gelang der 13:13 Ausgleich. Nun tobte die Halle endgültig. Wieder Aufschlag VCE, dieses Mal stand die Annahme bei WiWa und der Ball wurde über die Mitte versenkt. Damit hatte WiWa den ersten Matchball. Auch dieser Ballwechsel war von vielen Angriffen und Rettungstaten auf beiden Seiten geprägt, letztlich konnte WiWa über den entscheidenden Punkt zum 15:13 und den Sieg jubeln.

Für die knapp 80 Zuschauer ein tolles Spiel, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die Eimsbüttlerinnen bedanken sich für die tolle Unterstützung und können auf die gezeigte Leistung stolz sein, lediglich am Resultat könnte es aus Sicht des VCE noch eine ganz kleine Verbesserung geben.

Nun kommt es am kommenden Sonntag (07.10. um 13 Uhr) zum vereinsinternen Aufeinandertreffen mit den ETV-Damen um Ulli Kahl. Eine spezielle Situation, da sich beide Teams gut kennen und sich in den Vorjahren beispielsweise gegenseitig bei Personalknappheit ausgeholfen haben. Trotz dieser freundschaftlichen Verbundenheit wollen sicherlich beide Teams mit einem Sieg die ETV-Halle verlassen, so dass wieder ein mitreißendes Spiel in der Bundesstraße zu erwarten ist.

TAKAI!
Für den VC Eimsbüttel am Ball: Anna Greffenius, Franziska Ridder, Alexandra Wilczek, Ailyn Berodt, Anna Jacob, Birthe Werdes, Kerstin Lühmann, Kristin Bahlburg, Nadine Steinbrink, Svenja Wassill, Uta Beissert
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