Bei "Vicky" rollt die Eisenbahn

Am Arm trägt er noch die alte Binde: EEFC-Kapitän und Gründungsmitglied Daniel Wernicke in Aktion. (Foto: luc)

Von der Bolztruppe zur 3. Herren: Geschichte eines Fußballvereins

Sascha Lucks, Eimsbüttel – Mehr als drei Jahre existiert der EEFC nun schon – doch kaum einer kennt ihn. Der FC Eisenbahn Eimsbüttel gründete sich im Sommer 2009, heute spielt der junge Klub als drittes Herren-Team des SC Victoria in der Kreisklasse 6.
Aus einer spontanen Idee heraus hat man sich damals aus einer Gruppe von Hobbyfußballern gebildet. Nachdem oft aber unregelmäßig gekickt wurde, meist auf dem für die wachsende Beteiligung viel zu kleinen Bolzplatz in der Wrangelstraße, kam Jonas Strippelmann der entscheidene Einfall: „Jonas hat uns vorgeschlagen, einfach einen neuen, frischen Verein aufzumachen um auf den Großfeldplätzen der Stadt spielen zu dürfen“, erinnert sich Daniel Wernicke, neben Strippelmann das letzte verbliebene Gründungsmitglied des Vereins.
Ohne einen Trainer versuchte man auf der Sportanlage an der Gärtnerstraße Fuß zu fassen und unter der Leitung von Kapitän Wernicke trotzdem mehr oder weniger anständige Trainingseinheiten zu absolvieren – um in der Freizeitliga mithalten zu können. Mit dem Platzwart hatte man sich nur dürftig verständigt, die Truppe wusste nicht so recht, ob sie in Hoheluft-West bleiben konnte.
Am 29. August 2009 kam der große Tag für den 13-Mann-Kader: Das erste Freizeitligamatch. In weinroten Trikots ging es in der ersten Saison bergauf und bergab für die Eisenbahn, oft traten zu den Punktspielen nur neun Spieler an.
Nach der ersten Saison verließ ein Großteil den EEFC – Neuanfang für den noch jungen Klub. Dieser erfolgte offiziell unter der Bezeichnung SC Victoria. Das brachte das Privilileg mit sich, fortan auf der modernen Kunstrasenanlage am Lokstedter Steindamm spielen und trainieren zu dürfen.
Der große Name bescherte der Mannschaft schnell einen Trainer und jede Menge Neuzugänge. Bis vor kurzem spielte das Team noch in den alten Trikots, das Logo trägt der Kapitän noch um den Arm. „Die neuen Spieler wissen gar nicht mehr, was die Eisenbahn ist oder war. Sie lebt nur noch in meinem Herzen – und auf meiner Kapitänsbinde“, scherzt Wernicke.
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