Außenseiter Inter Hamburg gewinnt

Da müssen sich die Sieger von Inter Hamburg noch ein bisschen sortieren, auf dem Spielfeld herrschte zuvor aber mehr Ordnung. (Foto: fs)

Laubvogel-Cup: Ex-ETVer setzen sich gegen höherklassigere Mannschaften durch

Von Fritz Schenkel, Eimsbüttel

Bekanntlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Das Organisationsteam des 15. Laubvogel-Cups hielt sich an das geflügelte Wort und verschaffte dem Hallenfußball-Turnier des ETV damit einen angenehmen Schlusspunkt. „Ihr kennt die Halle ja noch und es freut mich, dass ihr die Sieger seid“, kommentierte Turnierleiter Koray Gümüs den Sieg des Außenseiters Inter Hamburg in feiner Selbstironie.
2011 hatte die Mannschaft noch als ETV für Schlagzeilen gesorgt. Als Hamburger Pokalsieger war man sich mit dem Gesamtverein über die Verwendung der nicht unerheblichen Einnahmen aus der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde (0:10 gegen Spielvereinigung Greuther Fürth) ausweglos in die Haare geraten. Mit dem Ergebnis, dass die Mannschaft unter ihrem Trainer Dennis Mitteregger aus dem ETV ausgetreten war. Nicht immer klappt das mit dem Auseinandergehen, wenn es am schönsten ist. Nachgetreten wurde in der Halle am Lokstedter Steindamm dankenswerterweise aber nicht.
„Ihr habt eine saustarke Mannschaft“, ließ auch Gümüs keinen Zweifel am verdienten Turniersieg des am Aufstieg in die Landesliga arbeitenden Bezirksligisten. Besonders beim 4:1-Finalerfolg über den Oberligisten FC Türkiye demonstrierten die nun an der Max-Brauer-Allee beheimateten Ex-ETVer, wie Hallenfußball gespielt werden kann. Schade, dass zu diesem Zeitpunkt die meisten Spieler der vorher ausgeschiedenen Teams die Halle bereits verlassen hatten.
Im Halbfinale hatte Inter Hamburg noch ein Elfmeterschießen gebraucht, um sich mit 7:6 gegen den schleswig-holsteinischen Verbandsligisten VfL Tremsbüttel durchzusetzen. Das zweite Halbfinale, das erwartete oberliga-interne Duell zwischen Titelverteidiger FC Süderelbe und dem FC Türkiye, hatten die Wilhelmsburger mit 5:3 (n.E.) für sich entschieden.
Das eigentlich Interessante an Hallenturnieren sind aber die langen Stunden der Gruppenspiele. Zeit, um alte Kontakte aufzufrischen, neue zu knüpfen, mit an der Nachrichtenbörse zu spekulieren oder abseits der sonst allgegenwärtigen sozialen Medien einfach mal mit anderen und nicht über andere Fußballer zu reden. Bei einem mit so viel Herzblut organisierten Hallenkick ging das besonders gut.
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