Auf dem Weg nach weiter oben? 

Michael Weiß verlässt die Alsterbrüder zum Saisonende.

Fußball: Alsterbrüder trennen sich von Trainer Michael Weiß

Von Fritz Schenkel

Bis vor wenigen Tagen galt der FC Alsterbrüder als die klassische Besetzung für die Rolle „Fußball-Märchen“. Ein kleiner sympathischer Klub mit emsiger Jugendarbeit sorgte wochenlang sogar für bundesweite Aufmerksamkeit.
Michael Weiß gelingt es, auf seiner ersten Trainerstation eine junge Mannschaft zu formen, die technisch und spielerisch aufhorchen lässt. Monatelang drehen sich die Diskussionen nur darum, welchem Gegner es in der Kreisliga 2 als erstem gelingt, den Alsterbrüdern überhaupt das erste Gegentor einzuschenken. Von Punkteverlusten ganz abgesehen.
In der 16. Partie ist es dann soweit. Doch die Mannschaft lässt sich von einem 0:1 gegen Benfica nicht von ihrem Weg abbringen, der wohl auf direktem Weg in die Bezirksliga führen wird.

Tolle Plattform für die erste Trainerstation
Doch bekanntlich ist auch der kleine Fußball kein märchenhaftes Wunschkonzert, sondern wird in der Wirklichkeitsform entschieden. Bezogen auf den FC Alsterbrüder und Michael Weiß heißt das: Die Zusammenarbeit endet am Saisonende. „Trainer und Verein haben in mehreren konstruktiven Gesprächen versucht, einen gemeinsamen Nenner über die Konzeption zur neuen Runde zu finden und damit das Engagement zu verlängern. Leider hat das nicht geklappt“, so der Verein via Pressemitteilung.
„Ich danke dem Verein schon heute, dass er mir für meine erste Trainerstation diese tolle Plattform geboten hat. Das Trainerdasein bereitet mir sehr viel Freude, sodass ein weiteres Engagement in der nächsten Saison sehr gut möglich ist“, sagt Weiß.
Der 33-Jährige ist in der Jugendabteilung des VfB Stuttgart groß geworden, hat dann 57 Spiele in der Oberliga Baden-Württemberg und beim Oststeinbeker SV 96 Partien in der Oberliga Hamburg bestritten – unterbrochen von einem halbjährigen Intermezzo beim Schleswig-Holstein-Ligisten SV Eichede. Weiß ist es also gewohnt, in systematischen und größeren Zusammenhängen über Fußball zu denken. Dafür kann der FC Alsterbrüder auf Dauer natürlich nicht die richtige Adresse sein.
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