Zwei Wiesen für vier Pfoten

Eimsbütteler wollen mit ihren Hunden weiterhin den Isebekpark nutzen – die Politik kommt den Haltern nun entgegen.

Konflikt um Hundeauslaufflächen am Isebekkanal:
Bezirkspolitik kommt Haltern entgegen

Carsten Vitt, Eimsbüttel

Eimsbütteler Hundehalter protestieren gegen den Leinenzwang, der seit Anfang des Jahres am Isebekkanal gilt. Sie wollen wieder Auslaufflächen für ihre Vierbeiner haben (das Elbe Wochenblatt berichtete). Nun gibt es einen Vorschlag der Bezirkspolitik.
Als Kompromiss hat das Bezirksamt vorgeschlagen, zwei kleinere Wiesen am Isebekkanal wieder für Hunde zur Verfügung zu stellen. Es geht um eine Fläche am westlichen Ende des Kanals am Weidenstieg und eine Wiese nahe der Bogenstraße (Kaiser-Friedrich-Ufer, Höhe Boßdorfstraße). Diese war seit Jahren ohnehin Stammplatz und Treffpunkt für viele Hundebesitzer.
Anlass des Konflikts sind die Pläne zur Umgestaltung des Isebekparks, die der Runde Tisch Isebek nach etwa drei Jahren Beratung vorgelegt hat. Kernpunkte: Geh- und Radwege werden erneuert, Wiesen und Grünflächen werden aufgewertet, Natur- und Uferschutz gestärkt. Zum Beispiel sollen zwei Langgraswiesen, die niemand betreten soll, genau dort entstehen, wo vorher Hunde toben konnten: im Mansteinpark nahe der Bogenstraße und eben an der Boßdorfstraße.
Hundehaltern passt das nicht. Sie kritisierten, dass sie bei den Planungen übergangen wurden und plötzlich von der Nutzung des Parks ausgeschlossen werden sollten.
Dieser Kritik stimmen die Parteien im Großen und Ganzen zu. „Rückblickend betrachtet wäre es gut gewesen, wenn sie von vornherein als eine der Nutzergruppen im Runden Tisch vertreten gewesen wären“, sagt zum Beispiel Anne Schum (SPD).
CDU will Runden Tisch entscheiden lassen
Die Grünenfraktion weist darauf hin, dass sich alle Nutzergruppen von Anfang an und auch noch später einbringen konnten: „Die Hundebesitzer sind jedoch erst eine ganze Weile nach Abschluss des Prozesses aktiv geworden.“ Auch bei der CDU kann man nicht nachvollziehen, „dass keiner der Hundebesitzer vom Runden Tisch wusste“.
SPD, Grüne und Linke wollen bei der nächsten Sitzung des Kerngebietsauschusses am Montag, 24. April, für den Kompromiss der Verwaltung stimmen. Die CDU will den Vorschlag vom Runden Tisch diskutieren lassen.

Hintergrund
Seit Anfang des Jahres gilt im Isebekpark ein genereller Leinenzwang. Vorher durften Hunde auf bestimmten ausgewiesenen Flächen ohne Leine laufen.
Der Vorschlag der Verwaltung sieht nun vor, erneut zwei Flächen für Hunde auszuweisen. Nur dort sollen sie frei laufen können, der Leinenzwang im übrigen Teil des Parks bliebe bestehen. Ausnahme: der Radweg, der als Verkehrsfläche gilt.
Die Pläne zur Umgestaltung des Isebek-Parks gehen zurück auf ein Bürgerbegehren, das 2008 Tausende Eimsbütteler unterstützt haben. Im Isebek-Bürgerentscheid von 2010 wurde dies bestätigt. Kernpunkte sind der Schutz der Uferflächen als Lebens- und Brutbereich von Wasservögeln und Wildtieren und eine „naturnahe Gestaltung“ des gesamten Isebekparks. CV
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14 Kommentare
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Kai Dirksen aus Eimsbüttel | 20.04.2017 | 03:09  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 20.04.2017 | 18:20  
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Chiara Lejeune aus Eimsbüttel | 20.04.2017 | 21:35  
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Tanja K aus Eimsbüttel | 21.04.2017 | 00:03  
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Chris Freilinger aus Eimsbüttel | 21.04.2017 | 09:06  
Carsten Vitt aus Eimsbüttel | 21.04.2017 | 12:14  
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Chris Freilinger aus Eimsbüttel | 21.04.2017 | 13:03  
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B. Küster aus Hoheluft-West | 21.04.2017 | 14:20  
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Stefan Teske aus Harvestehude | 21.04.2017 | 14:48  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 22.04.2017 | 17:47  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 22.04.2017 | 18:07  
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Kai Dirksen aus Eimsbüttel | 08.05.2017 | 12:48  
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 08.05.2017 | 12:55  
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Kai Dirksen aus Eimsbüttel | 08.05.2017 | 13:02  
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