Zwei Eimsbütteler Jungs erklären das Internet

Emil (l.) und Jacob sind dicke Freunde. Ihr neues Handbuch für Computer hilft Anfängern und Fortgeschrittenen, „den Kasten“ besser zu verstehen. Foto: calvi

„Digital Boys“: Jacob (17) und Emil (15) haben ein Buch mit Computertipps geschrieben

Jenifer Calvi, Eimsbüttel

Wie baue ich selber einen Computer? Wie kann ich das Handy meiner Eltern orten? Wie mit Hilfe des Internets das Taschengeld aufstocken? Fragen wie diese beantworten die Freunde Jacob Leffers (17) und Emil Woermann (15) in ihrem Buch „Secret Book for Digital Boys“. Das „einzig wahre Handbuch für kreative Computer-Jungs“ – so der Untertitel – ist aber eindeutig auch etwas für Mädchen! Und auch für Eltern, die endlich mal kapieren wollen, was ihre Jungs da im Netz so treiben oder die selbst eine verständliche Digital-Nachhilfe brauchen.
„Wir sind keine Nerds und spielen auch sehr selten Ballerspiele“, sagen die beiden Jung-Autoren aus Eimsbüttel. „Das ist auf Dauer viel zu langweilig. Viel spannender ist doch zu schauen, wie man einen Computer im Alltag für kreative Sachen nutzen kann!“
HTML-Programmierung, Passwort-Hacken, seine Spuren im Netz verschwinden lassen: „Als wir feststellten, dass immer mehr Freunde und Bekannte uns nach solchen Kniffen fragten, und als auch unsere Chats darüber immer länger wurden, fanden wir, so ein Buch ist doch die logische Folge.“ Die beiden Jungs, die sich vor vielen Jahren mal im St. Nikolai-Kirchenchor kennengelernt haben, sind ein super Team. Emil, der jetzt in Boston, USA, ein Austauschhalbjahr beginnt, vertieft sich gern in Tüftlerfragen. Kommt er nicht weiter, übernimmt Jacob den Part des kreativen Visionärs. Die Mischung passt!
Rund drei Monate haben die zwei gebraucht, um ihr Handbuch zu schreiben. Ein Teil der Sommerferien ging dabei drauf. Fotos, Zeichnungen und Covergestaltung haben sie selbst erarbeitet. Emils Mama übernahm das Lektorat. Verlegt wird das Buch jetzt bei „Books on Demand“. Das Prinzip dahinter: Jedes Buch wird erst auf Anfrage und nach Bezahlung produziert. So entstehen keine großen Kosten im Voraus, die eventuell nicht gedeckt werden können. Rund 2.500 Bücher wurden schon verkauft – Tendenz stark steigend!
Ideen für ein weiteres Buch schwirren schon im Kopf der beiden herum – mit Computer-Anwendungstipps speziell für Jugendliche. „In der Schule lernt man das nicht. Viele Lehrer haben nur wenig Ahnung von den Möglichkeiten, die ein PC oder das Smartphone bietet“, sind sich Jacob und Emil einig. Ihr langfristiges Ziel: „Eine Art Community im Netz für Computer- und Foto-Begeisterte zu schaffen. Ein Forum, in dem Gleichgesinnte ihre digitalen Tipps und Tricks austauschen.“
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