Zu viele Hürden beim Wohnungsbau?

Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau sprach vor den Mitgliedern von sechs Eimsbütteler Grundeigentümerverbänden über das Thema Wohnungsbau. Foto: rs

Treffen der Eimsbütteler Grundeigentümervereine: Klagen über vielfältige Auflagen

Von Reinhard Schwarz, Eimsbüttel – Wohnungen sollen her, viele und möglichst schnell. Das hat sich der SPD-Senat vorgenommen. Doch Bauherren und Grundbesitzer murren über zu hohe Auflagen. Stadtenwicklungssenatorin Jutta Blankau sprach vor rund 400 Eimsbütteler Grundeigentümern – Sichtweisen wie aus zwei Welten.
„Lohnt es sich, in den Wohnungsbau zu investieren?“ Diese Frage hatten die Verbände der Senatorin gestellt, die im vornehmen Hotel Radisson Blu im Congress Centrum Hamburg (CCH) sprach. Ihre Antwort: „Ich denke ja. Es lohnt sich, in den Wohnungsneubau zu investieren.“
Zum Problem der begrenzt vorhandenen Flächen erklärte Blankau: „Mehr Wohnraum in der Innenstadt wird ohne Nachverdichtung nicht möglich sein.“ Nachverdichtung meint, dass in bereits bebauten Bereichen zusätzlicher Wohnraum entsteht, entweder durch zusätzliche Stockwerke oder indem ungenutzte Freiflächen bebaut werden.
Doch nicht alle waren so optimistisch wie die Senatorin. So sprach Heinrich Stüven, Vorsitzender des Grundeigentümerverbands Hamburg, über die Schwierigkeiten für Hausbauer, günstige Kredite zu bekommen: „Wer schon einmal bei der Wohnungsbaukreditanstalt einen Antrag gestellt hat, wird sich das ein zweites Mal überlegen.“ Der Grund: „Die Anforderungen an energetische Modernisierungen sind leider so hoch geworden, dass es schon einfacher ist, zur Haspa oder zu einem anderen Kreditinstitut zu gehen.“
Auf ein anderes Problem verwies Frank Döblitz, Vorsitzender des Haus- und Grundeigentümervereins von 1892 zu Hamburg Eidelstedt: „Die Frage ist doch: Wie können wir das Wohnungsbauprogramm im dicht besiedelten Eimsbüttel umsetzen?“ Die Nachbarn würden sich teilweise „mit Händen und Füßen“ gegen Neubauten wehren. Der Senat müsse zudem den Hauseigentümern „Perspektiven beim Thema energetische Sanierung aufzeigen“. Döblitz: „Das muss transparenter gestaltet werden, auch für einfache Bürger ohne große Rechtsabteilung.“
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