Zu groß? Streit um einen Neubau in der Osterstraße

„Wir werden hier zugebaut“: Marc von Bandemer mit den Kindern Lilian und Maxim, Georgia Hoppe und Kolja Hoock (v.l.)
Hamburg: Osterstraße 33 |

Osterstraße 31/33: Nachbarn protestieren gegen Neubau nebenan

Altbau weg, größerer Neubau hin: So geht es in Eimsbüttel Schlag auf Schlag. In der Osterstraße 33 ist der Entwurf für ein sechsgeschossiges Haus zum Zankapfel geworden. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was war da?
Bis vor kurzem stand hier ein dreigeschossiges kleines Haus, in dem ein Casino war. Abgerissen. Hinter dem alten Haus erstreckte sich bis ans Grundstücksende ein Flachbau.

Was soll da hin?

Ein deutlich höherer und massiverer Neubau zur Straßenseite hin: Sechs Geschosse, das Gebäude wird den Nachbarbauten enger an die Hauswand rücken als der vorherige Altbau. Geplant sind sechs Wohnungen (angeblich bis zu 147 Quadratmeter groß) plus ein kleiner Laden und eine Tiefgarage mit sieben Stellplätzen. Der hintere Teil des schmalen und langen Grundstücks (zehn mal 60 Meter) wird zu einem Garten. Für den Neubau in der kleinen Lücke macht das Bezirksamt Eimsbüttel dem Eigentümer etliche Zugeständnisse – zum Beispiel darf teilweise um bis zu fünf Geschosse höher gebaut werden als an sich zulässig.

Wo ist das Problem?
Der Eigentümer des Nachbargrundstücks Osterstraße 31 sieht in den Ausnahmen eine Verschlechterung für seine Immobilie und die Mieter. „Es geht hier um maximale Wohnfläche, das ist unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten geplant und nimmt keine Rücksicht auf Nachbarn“, so Jürgen Dierks.

Was stört die Mieter?
Sie werden voraussichtlich weniger Sonnenlicht in ihren Wohnungen und auf Balkonen haben. „Dieser Neubau verschlechtert unsere Lebensqualität, warum genehmigt das Amt so viele Ausnahmen für einen Investor und nimmt Bedenken von uns Mietern nicht auf?“, fragt Georgia Hoppe.

Was sagt das Amt?
Nichts, aufgrund des laufenden Genehmigungsverfahrens gibt es keine Stellungnahme.


So äußert sich der Bauherr


Das Architektenbüro Heitmann / Montufar will an der Osterstraße 33 bauen. „Wir planen dort ein Wohngebäude mit 4 familiengerechten Vierzimmerwohnungen, einer altengerechten Wohnung im Erdgeschoss mit 2 Zimmern sowie einer Penthousewohnung mit 2,5 Zimmern“, so Jens Heitmann. „Die Miet-höhen sind noch nicht klar, werden sich aber am Umfeld orientieren.“
Zu massiv, zu hoch? Diese Einwände weist der Bauherr zurück. „Wir orientieren uns mit dem Gebäude in der Höhenentwicklung als auch in der Gebäudetiefe an der vorhandenen Nachbarbebauung Osterstraße 31 sowie dem geltenden Planrecht.
Das von uns geplante Bauvolumen auf dem Grundstück ist geringer als das vorher vorhandene“, so Heitmann. Balkone des Nachbarhauses würden nicht verschattet.


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Passt dieser Neubau an die Osterstraße? Sollen alle Lücken in Eimsbüttel so zugebaut werden?
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