Ziele erreicht im Schanzenviertel?

Da ist noch was zu tun: Der Umbau des letzten Abschnitts der Straße Sternschanze steht noch aus. (Foto: fs)

Abschluss des Sanierungsverfahrens in Eimsbüttel-Süd – eine Bilanz

Fritz Schenkel/Carsten Vitt, Sternschanze/Eimsbüttel – Schönere Parks, umgestaltete Straßen, sanierte Häuser: Im Schanzenviertel hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Nun läuft das Sanierungsverfahren „Eimsbüttel S 2, Sternschanze“ (siehe unten) aus. Zeit für eine Bilanz.
Nachdem 1999 mit vorbereitenden Untersuchungen begonnen worden war, nahm 2000 der Sanierungsbeirat Eimsbüttel Süd seine Arbeit auf. 2003 wurde das Quartier offiziell Sanierungsgebiet. „Vor dem Hintergrund der damaligen Situation im Viertel sollten Sicherheit, Sauberkeit und soziale Einrichtungen verbessert werden“, so Rolf Schuster aus dem Eimsbütteler Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung.
Neben unzähligen kleineren Maßnahmen wurden etwa die Runderneuerung des Lindenparks umgesetzt, der Sportplatz Sternschanze vergrößert, mit einem Kunstrasen versehen und einem Sporthaus ausgestattet. Der Sportplatz Sternschanzenpark wurde ebenfalls umgebaut und erhielt ein zusätzliches Kunstrasen-Kleinspielfeld. Der Schulstandort Altonaer Straße erhielt einen neuen Mehrzweckraum, der Schulhof wurde neu gestaltet. In der Bartelsstraße wurde der ruhende Verkehr neu geordnet, die Eimsbütteler Chaussee umfassend umgestaltet.
Alle Ziele des Sanierungsverfahrens sind aber nicht erreicht worden. Laut Barbara Kayser vom Sanierungsträger steg habe „eine öffentlich geförderte Modernisierung des Wohnungsbestands und öffentlich geförderter Neubau“ kaum stattgefunden. Als Grund dafür nennt sie, „dass das Mietniveau schon zu Beginn des Sanierungsverfahrens ziemlich hoch war und es deshalb auf Seiten der Eigentümer kein Interesse an öffentlicher Förderung gegeben hat“.
Es gibt noch einige offene Punkte: „Der letzte Teil der Straße Sternschanze mit dem Bahnhofsvorplatz muss noch gemacht und die Eimsbütteler Chaussee optimiert werden“, so der Altonaer Sanierungsbeauftragte Heinz Evers. Zudem stehe noch der Erlass einer Sozialen Erhaltungsverordnung aus sowie eine Änderung des Bebauungsplans, „um die überbordende Gastronomie zu bremsen“, so Evers.


Hintergrund: Sanierungsgebiet


Mit einem Sanierungsgebiet legt der Senat einen Bereich fest, in dem Wohnungen modernisiert, Grünflächen und Parks aufgehübscht und Straßen erneuert werden sollen. In der Regel sind dies Gebiete, in denen es zuvor Probleme gab – wie Gewerbeleerstand, heruntergekommene Häuser oder Kriminalität.
In solch einem Verfahren gibt es städtische Zuschüsse für Hauseigentümer, wenn sie etwas tun. Zudem investiert die Stadt selbst in öffentliche Gebäude und Grünanlagen.
Das Sanierungsgebiet Eimsbüttel S 2 Sternschanze umfasste im Wesentlichen den Bereich nördlich der S-Bahntrasse zwischen Eimsbütteler Straße, Waterloostraße, Bellealliancestraße, Fett- und Vereinsstraße sowie den Schanzenpark.
2008 wurden Teile des Schanzenviertels dem Bezirk Altona zugeschlagen und der Stadtteil Sternschanze gebildet. Seitdem waren zwei Bezirke für das Sanierungsverfahren verantwortlich.
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