Wut über Kahlschlag

Nur noch ein Stumpf und ein Holzhaufen übrig: Vor diesem Restaurant stand einmal ein Spitzahorn. Foto: Ellen schuttrich

Fällaktion am Heußweg: Eimsbütteler entsetzt

Eimsbüttel. Das kam vielen Eimsbüttelern vor wie eine Hauruckaktion: Insgesamt acht Bäume sind vorige Woche an der Kreuzung Heußweg/ Stellinger Weg gefällt worden. Die meisten Anwohner und Passanten wussten offenbar nichts von den anstehenden Fällungen und waren entsprechend empört, als sie die Kettensägen knattern hörten. „Wieder einmal wurden die Eimsbütteler vor vollendete Tatsachen gestellt und blieben außen vor“, kritisiert Gisela Schröder.
Zuvor informierte das Bezirksamt wohl über Bauarbeiten für den Mini-Kreisel an der Ecke. „Von den Baumfällungen kein Wort“, so Schröder. Der Kettensäge fielen drei Schwarzkiefern (47 Jahre alt), drei Ahornbäume (35 bis 57 Jahre alt) und zwei Platanen (37 und 42 Jahre alt) zum Opfer.
Laut Bezirksamt hängen die Fällungen nicht direkt mit dem Umbau der Kreuzung zusammen. Zwei Bäume seien von Streusalz geschädigt gewesen. Die übrigen mussten weichen, weil sie nahe an oder auf dem Tunnel der U-Bahnlinie 2 stehen. Deshalb suchten sich ihre Wurzeln den Weg in das umliegende Erdreich und schädigten dort Fahrbahnen und Gehwege. „Die Schäden sind bereits heute im Straßenraum deutlich erkennbar und sie würden sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen“, sagt Andreas Aholt, Sprecher des Bezirksamts. Nachzulesen ist das in einer Infozeitung zum Umbau der Osterstraße, die das Bezirksamt im April veröffentlichte.
Im Umfeld der Kreuzung sollen insgesamt 33 Bäume neu gepflanzt werden. CV
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