Wohnungsbau in Eimsbüttel: Da passt noch was

Bauen, bauen, bauen: Etwa 2.100 Wohnungen könnten im Kerngebiet, in Lokstedt und Stellingen bis 2015 entstehen. Im Wohnungsbauprogramm des Bezirks Eimsbüttel werden 113 mögliche Bauflächen aufgelistet.

Etwa 2.200 neue Wohnungen bis 2015: Das Programm der Bezirkspolitik

Wohnungsbau wird der Prüfstein für den Olaf- Scholz-Senat. Da müssen alle politisch Verantwortlichen mithelfen, dass er nicht zum Stolperstein wird. 700 Wohnungen jährlich soll der Bezirk Eimsbüttel genehmigen. Im Dezember wurde das Eimsbütteler Wohnungsbauprogramm beschlossen. Die Kernpunkte des mehr als 300 Seiten starken Wälzers.
- Für das dichtbebaute Kerngebiet heißt die Zauberformel Lücken füllen und bestehende Häuser aufstocken. In den Stadtteilen Eimsbüttel, Harves-tehude, Rotherbaum und Hoheluft-West könnten bis 2015 so maximal etwa 1.100 Wohnungen entstehen. Es gibt praktisch keine größeren Freiflächen mehr. Allerdings kann recht zügig, also bereits in den nächsten Jahren, gebaut werden. Grünflächen und Parks sollen verschont bleiben.
- Lokstedt und Stellingen gelten als Wachstumsbereich, im Planerdeutsch als „Urbanisierungszone“. Bis 2015 könnten dort zusammengenommen etwa 1.000 Wohnungen (Lokstedt: 760, Stellingen: 240) entstehen.
- Ab 2016 verschieben sich die Anteile: Im Kerngebiet ist dann kaum noch was möglich (70 Einheiten), wohingegen Stellingen mit bis zu 1.200 Wohnungen den Löwenanteil stellen könnte. Zweiter Schwerpunkt wird dann Schnelsen mit ewa 1.000 möglichen Wohnungen.
- Bezahlbare Wohnungen: Etwa ein Drittel der Neubauten sollen günstig sein (Sozialwohnungen). Das dürfte im Kerngebiet unerreichbar sein. Die wenigen Flächen werden teuer gehandelt. Der Bezirk will daher in der Gesamtbilanz auf 30 Prozent kommen. Knackpunkt:Parallel zum noch schleppenden Neubau von günstigem Wohnraum verlieren bis 2016 etwa 2.700 Sozialwohnungen die Mietpreisbindung. Allein um das aufzufangen, müssten alle zugesagten Neubauten in den nächsten Jahren Sozialwohnungen sein – klingt eher unrealistisch.

Wo gebaut werden soll – eine Auswahl:
- Durchschnitt 27-29/An der Verbindungsbahn (Grindelviertel): 100 Wohnungen, 68 davon für Studenten
- Aral-Tankstelle Bundesstraße 36: 40 Wohnungen
- Schlankreye 53-61 (Garagen hinter dem Klinker): 35 Wohnungen
- Eimsbütteler Chaussee/
Ecke Nagels Allee (heute Gas-tronomie): 35 Wohnungen
- Methfesselstraße 48-50: 20 Wohnungen
- Kieler Straße 188/Ecke Paciusweg (Spielplatz): 40 Wohnungen
- Kieler Straße 204 (Feuerwehr, bleibt bestehen): 45 Wohnungen
- Parkplatz Lindenallee (bei Nr. 17): 15 Wohnungen
- Zwischen Hoheluftchaussee und Moltkestraße: Aufstocken, Bauen in zweiter Reihe: 120 Wohnungen
- Gärtnerstraße 15/19/23 (ehemaliges Straßenbahndepot): 35 Wohnungen
- Stresemannallee 38-52: höher bauen, 40 Wohnungen
- Julius-Vosseler-Straße 98 (Garagen/Gewerbe): 70 Wohnungen
- Parkplatz Lokstedter Höhe/ Julius-Vosseler-Straße: 60 Wohnungen
- Kleingärten Julius-Vosseler-Straße 106/108 (Verlagerung): 200 Wohnungen
- Tankstelle Kieler Straße/Wördemanns Weg: 60 Wohnungen
Bewertet wurden bezirksweit insgesamt 113 Flächen. Das komplette Dokument ist abrufbar unter http://www.hamburg.de/stadtplanung-eimsbuettel
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