Wohnungsbau auf dem Sportplatz: Was wird aus dem TSV Stellingen?

Der TSV Stellingen will sich am Stammsitz am Sportplatzring vergrößern. Aber wie kann das gehen? Vorsitzende Elke Mohr und Schatzmeister Rolf Kronbügel warten seit Jahren auf Entscheidungen der Stadt.

TSV Stellingen weiß seit Jahren nicht, welche Zukunft es für den Verein am Sportplatzring gibt

Plan um Plan zieht Elke Mohr aus einem dicken Ordner. „Das war 2004“, sagt die TSV-Vorsitzende und zeigt auf eine Skizze. Schwarze Gebäuderiegel sind auf den jetzigen Sportflächen zwischen Basselweg, Sportplatzring und Dörpkamp eingezeichnet. Damals gab es schon Pläne, dort Wohnungen zu bauen. Nun kommen diese wieder auf den Tisch (siehe Kas-ten). Elke Mohr hofft, dass bald einige Dinge feststehen, die der TSV wissen muss. „Wir hängen seit Jahren in der Luft, weil es keine Entscheidungen von der Stadt gibt.“
Der Verein ist Eigentümer eines Grundstücks am Sportplatzring. Nebenan sind zwei Grandplätze und eine große Rasenfläche mit Leichtathletik-Anlagen. 3,3 Hektar potenzielles Bauland – ein Leckerbissen für Stadtplaner und Investoren.
Für den Stellinger Traditionsverein sind die Außenanlagen nicht so wichtig. Was der TSV braucht, ist mehr Platz für sein Vereinsgebäude. Um zu bestehen, plant der 1.100-Mtglieder-Club mehr Kurse im Bereich Fitness und Gesundheitssport anzubieten. Doch am jetzigen Standort ist eine Vergrößerung kaum möglich. Nebenan, zur Kieler Straße hin, werden 55 Senioren-Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen gebaut. Auf der anderen Seite liegen die Sportflächen, die auch bebaut werden sollen. Mittendrin, eingekeilt: der TSV. Was tun?
Für Mohr und Schatzmeister Rolf Kronbügel ist klar: „Wir gehen nicht an die Vogt-Kölln-Straße.“ Dort entstehen in den nächsten Jahren neue Sportflächen auf dem Uni-Gelände, das nach und nach aufgegeben wird. Aber für den TSV ist das zu weit ab vom Schuss. Mohr und Kronenbügel können sich durchaus vorstellen, das jetzige Grundstück aufzugeben. Als Ausgleich wünscht sich der Verein eine gleichwertige Fläche in dem neu entstehenden Quartier. „Ohne Eigentum gehen wir nicht da rüber“, so Mohr. Wie die Chancen darauf stehen, war bisher nicht zu erfahren. Der Bezirk will zunächst die Pläne für den Sportplatzring vorstellen und Ideen für die Flächen sammeln.
Der TSV Stellingen feiert im Herbst sein 125. Jubiläum. Einige Weichen werden dieses Jahr gestellt. Aber es ist nicht klar, wie weit der TSV da auch mitbestimmen kann.

Wohnungsbau: Die Pläne des Bezirks


Am Sportplatzring sind im ersten Schritt voraussichtlich 200 Wohneinheiten geplant. Auch Flächen für Einzelhandel und soziale Einrichtungen sollen entstehen. Das Quartier könnte weiter wachsen, wenn die Stadtteilschule Stellingen ihre Oberstufengebäude am Sportplatzring aufgibt.
An der Vogt-Kölln-Straße enstehen neue Sportflächen. Die Universität gibt dort das Informatikum in den nächsten Jahren auf.
Zur Vogt-Kölln-Straße gibt es am Dienstag, 2. April, eine öffentliche Diskussion der Pläne. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Sportplatzring 71.
Infos unter: www.ideen-fuer-stellingen.de
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.