Wo baut Beiersdorf?

So soll das neue „Hauptquartier“ der Beiersdorf AG an der Troplowitzstraße aussehen. Grafik: Beiersdorf

Die Pläne zur neuen Konzernzentrale in Eimsbüttel

Von Carsten Vitt, Eimsbüttel

Tesa ist 2015 nach Norderstedt umgezogen, weil es in Eimsbüttel zu eng war. Der Mutterkonzern Beiersdorf bleibt hingegen im Viertel und baut aus (das Elbe Wochenblatt berichtete). Der Kosmetikriese will bis 2021 eine neue Konzernzentrale auf seinem Betriebsgelände in Eimsbüttel und Lokstedt hochziehen – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wo entsteht der Neubau?

Im nördlichen Bereich des sogenannten Werks 5, das zwischen Stresemannallee, Troplowitzstraße, Wiesingerweg und Quickbornstraße liegt. Um dort Platz zu schaffen, werden zwei Gebäude im nördlichen Bereich abgerissen. Die neue Zentrale wird im Prinzip als langer „Riegel“ in Nord-Süd-Richtung an das bestehende Forschungszentrum angebaut. Im südlichen Bereich des Geländes, hin zur Quickbornstraße, wo in den vergangenen Jahren drei Bunker abgerissen wurden, werden Freiflächen angelegt. An der Ecke Troplowitzstraße / Wiesingerweg entsteht ein weiteres neues Bürogebäude.

Was wird aus der alten Zentrale an der Unnastraße?
„Es gibt Überlegungen, dort ein neues Quartier zu entwickeln“, sagt eine Sprecherin. Es geht vor allem um Wohnungen. Beiersdorf will demnächst Gespräche mit dem Bezirk Eimsbüttel beginnen. Die Gebäude werden mindestens bis zum Umzug in den Neubau weiter genutzt. Das Gelände bleibt wohl im Firmenbesitz, schließlich ist es die Keimzelle des heutigen Dax-Konzerns: Oscar Troplowitz begründete hier Beiersdorf in Eimsbüttel. Ob Gebäude umgebaut oder abgerissen werden, ist noch unklar.

Wo erweitert Beiersdorf sein Werk?
Als Zusatzfläche hat der Konzern die Zusage bekommen, zwölf Hektar Kleingärtenflächen zwischen Troplowitzstraße, Veilchenweg und Stresemannallee zu kaufen. Ob diese Reserve für eine mögliche Erweiterung des Werks überhaupt genutzt wird, ist unklar. Die Kleingärten haben angeblich noch 20 Jahre lang eine Bestandsgarantie.

Die Initiative „Lebenswertes Lokstedt“ lädt für Sonntag, 1. Oktober, ab 11 Uhr Kleingärtner und Nachbarn zur Diskussion über den Verkauf der Grünflächen ein. Treffpunkt: Besuchergarten der Kolonie Stubbenkamp, Eingang Veilchenweg/Veilchenstieg.


Beiersdorf in Zahlen

3.300
Mitarbeiter beschäftigt der Konzern in Eimsbüttel, davon 2.600 in der Zentrale und 700 in der Produktion

18.000
Mitarbeiter hat Beiersdorf weltweit

120.000.000
Nivea-Dosen werden pro Jahr in Hamburg hergestellt

230.000.000

Euro kostet der Neubau der Konzernzentrale

6.750.000.000

Euro betrug der Umsatz im Jahr 2016
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