Wird die Randstraße zur Raserpiste?

Bisher rauschen die meisten Autos und Laster durch die Warnstedtstraße - doch das könnte sich ändern, wenn die benachbarte Randstraße ausgebaut wird. (Foto: rs)

Stellingen: Anwohner wehren sich gegen Ausbau ihrer Straße

Reinhard Schwarz, Stellingen – Wer kriegt nun den Durchgangsverkehr vor die Haustür? Anwohner der Randstraße oder der Warnstedtstraße – vielleicht sogar beide? Dieses Dilemma bewegt erneut Bürger und Politiker in Stellingen.
Die Ausgangslage: Die Randstraße in Stellingen ist eine
Sackgasse, in der Mitte müssen Autos und Laster wenden, nur ein Fußgängerweg verbindet die beiden Teile. Was schön für Anwohner ist, wollen Planer schon seit mehr als 15 Jahren ändern: Die Randstraße soll zu einer Durchgangsstraße ausgebaut werden, damit weniger Verkehr durch die benachbarte Warnstedtstraße rauscht. Doch dagegen gibt es Widerstand.
Rund 40 bis 50 Anwohner waren in den Regionalausschuss Stellingen gekommen. Ihre Sorgen: Wird die Randstraße bald zu einer Raserstrecke für Autos und Laster? Sinkt der Wert der Wohnungen und Grundstücke?
Die Straßenplanung ist schon älter, vor rund 15 Jahren aber klagte ein Bürger gegen das Vorhaben, seitdem lagen die Pläne auf Eis. Doch der Kläger unterlag vor rund einem Jahr vor dem Hamburgischen Verfassungsgericht, so dass dem Ausbau rechtlich nichts mehr im Wege steht.
Die CDU schlug vor, nach dem Ausbau der Randstraße einen Abschnitt der Warnstedtstraße zur Sackgasse zu erklären oder zumindest als verkehrsberuhigten Bereich („Spielstraße“) einzurichten. „Geschockt“ zeigte sich darüber eine Anwohnerin der Randstraße: „Hier wohnen ganz viele Kinder.“ Ein anderer Bürger hob „die urbane Atmosphäre“ hervor, die in dem Bereich entstanden sei. Sogar ein Anwohner der Warnstedtstraße erklärte in einem Schreiben: „Ein Umbau der Warnstedtstraße / Gutenbergstraße zur Sackgasse mit Wendehammer ist völliger Blödsinn, denn bei einem Durchbruch der Randstraße würde der Durchgangsverkehr ohnehin den direkten Weg nehmen.“
Hans-Hinrich Brunckhorst (CDU) erinnerte daran: „Wir haben einen gültigen Bebauungsplan, demzufolge die Randstraße durchgebaut werden soll.“ Alle Parteien wollen das Thema erneut in ihren Fraktionen diskutieren, beschlossen wurde noch nichts.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.