Winterärger

Hamburg: Eimsbüttel | Der Winter ließ lange auf sich warten. Wochenlang durften wir trübes Wetter, häufig mit (Niesel-)Regen erleben. Kaum noch jemand rechnete damit, aber nun haben Schnee und Eis doch noch Einzug gehalten. Und zudem scheint wunderschön die Sonne. Winter kann so herrlich sein, wenn da nicht das leidige Thema der vereisten Nebenstraßen wäre, die so manchem Fußgänger oder Autofahrer zum Schicksal werden. Alte Menschen trauen sich nicht mehr auf die Straße, man sieht viele Stürze, durchaus auch von den Jüngeren, und es kommt zu Arm- und Beinbrüchen. Autos kommen ins Schleudern, oftmals wird nur mit Glück ein Unfall vermieden. Ich hatte dieses Glück nicht, weil mir auf der spiegelglatten Straße ein parkendes Auto beim Herausfahren die Vorfahrt nahm und ich beim Ausweichmanöver in ein parkendes Auto krachte. Doch Gott sei Dank gab es nur Blechschaden, so dass alles halb so schlimm ist. Was mich jedoch wurmt, ist die Tatsache, dass sich niemand in Hamburgs Politik und Verwaltung für den dringend notwendigen Streudienst in den Nebenstraßen interessiert. Seit Jahren wird nicht gestreut, nicht einmal die Fußwege, sofern kein Hauseigentümer verantwortlich ist. Nur ein Beispiel ist hierfür die Straße Kaiser-Friedrich-Ufer mit Nebenflächen am Isebekkanal, die jetzt wieder für die nächste Zeit eine einzige Rutschbahn ist. Doch auch wir Bürger akzeptieren es anscheinend, dass dieser Zustand so sein muss, weil die Stadt kein Geld hat. Die Stadt wird nicht einmal bei Unfällen zur Verantwortung gezogen - ein Privileg, das ein Hauseigentümer, der seiner Streudienstpflicht nicht nachkommt, nicht hat. Es ist an der Zeit, dass sich hier etwas ändert. Gefordert sind Bürgervereine, der ADAC etc., aber auch die Medien und nicht zuletzt die Hamburger Bürger selber, die ihre Stirn zeigen müssen, spätestens bei der nächsten Wahl. Mein Wunsch zum Jahresanfang, dass irgendwann alte Menschen keine Angst mehr haben müssen, im Winter auf die Straße zu gehen.
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