Willkommen auf Hamburgisch

Willkommensfest im Karolinenviertel: Anwohner feiern mit Flüchtlingen, die in den Messehallen provisorisch untergebracht sind. (Foto: Joto)

Wie Hamburger die Flüchtlinge im Karoviertel begrüßen

Auf dem Tschaikowsky-Platz wird getanzt. Zu syrischer Folklore. Hamburger und Flüchtlinge aus den Messehallen bilden einen Kreis, lachen und klatschen rhythmisch in die Hände. Es riecht nach Grillkohle und Würstchen. Willkommensfest im Karolinenviertel: Schräg gegenüber der Halle, in der seit Mitte August 1.200 Menschen eine erste provisorische Bleibe gefunden haben, treffen sich Einheimische und Gestrandete aus den Krisengebieten der Welt.
Das Fest ist nur ein Teil der Aktionen, die Anwohner und immer mehr Unterstützer innerhalb von knapp zwei Wochen auf die Beine gestellt haben. Kleidung, Duschzeug, Baby-Windeln, Kinderkarren, Wlan in der Halle, Deutschkurse: All das und viel mehr haben Hunderte Freiwillige wie aus dem Nichts für die Neuankömmlinge geschaffen.
Die Gruppe Refugees Welcome Karoviertel hat inzwischen mehr als 10.000 Unterstützer. Längst sorgt die Kleiderkammer in den Messehallen auch dafür, dass Flüchtlinge in anderen Hamburger Aufnahmelagern T-Shirts, Hosen, Schuhe und Kinderkleidung erhalten. St. Pauli hilft. Man kann es praktische Solidarität nennen. Oder, wie es ein Spruch derzeit auf den Punkt bringt: Wir sagen einfach moin moin! Willkommen auf Hamburgisch eben.
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