Wie wird Lokstedt lebenswerter?

Will mehr Wohnqualität für Lokstedt: Rüdiger Rust, Vorsitzender der SPD-Fraktion Eimsbüttel. (Foto: cvs)

Nach Klagen aus dem Viertel will die Bezirkspolitik die Wohnqualität verbessern

Christopher von Savigny, Lokstedt – Auf 25.600 Einwohner ist der Stadtteil Lokstedt innerhalb der letzten 25 Jahre angewachsen, bis Ende des Jahrzehnts könnten über 30.000 Menschen im Stadtteil leben, rechnet die Bezirksversammlung Eimsbüttel vor. Doch bei dem Neubau Hunderter Wohnungen haben die Planer kaum an wachsende Verkehrsprobleme, fehlende Einkaufsmöglichkeiten und Parks gedacht. Klagen darüber häuften sich im Stadtteil. Nun will die Politik reagieren.
Brennpunkt Nummer eins ist derzeit die Verkehrszunahme in den Wohnstraßen – insbesondere in der Vizelinstraße, im Grandweg und im Veilchenweg. Sperrungen, Einbahnstraßenregelungen, Tempo-30- oder Spielstraßenzonen könnten Entlastung bringen.
Rüdiger Rust, Chef der SPD-Fraktion Eimsbüttel, lebt selbst in einem der neuen Wohngebiete zwischen Grandweg und
Julius-Vosseler-Straße. „Das Verkehrsproblem betrifft mich voll“, sagt er. Allerdings will der SPD-Mann zunächst den Abschluss der Straßenbauarbeiten am Siemersplatz (Oktober 2013) und in der Emil-Andresen-Straße (Dezember 2013) abwarten. Erst danach sei es sinnvoll, Verkehrszählungen durchführen. „Dann wird man sehen, wo die Situation am schwierigsten ist“, so Rust. Positiv findet der Politiker, dass immer mehr Leute aufs Rad umstiegen oder Car-Sharing-Angebote nutzten.
Wo Menschen leben, braucht man Geschäfte, Cafés und Treffpunkte. In der Grelckstraße, dem ehemaligen Lokstedter Dorfkern, finden sich ein Supermarkt, ein italienisches Restaurant, ein
Bäcker und ein Friseur. „Auf die Dauer ist das den Leuten zu wenig“, sagt Rust. Im Bürgerhaus Lokstedt hat sich eine Interessengruppe gegründet, die sich für einen „Marktplatz“ am Behrmannplatz stark macht. Auch die Politik unterstützt solche Pläne im Prinzip. „Wir wollen das Zentrum neu beleben“, sagt Rust.
Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hat den von allen
Parteien unterstützten Antrag „Perspektiven für den Stadtteil Lokstedt“ einstimmig beschlossen. Die Bezirksverwaltung soll bis Anfang 2014 Ergebnisse vor-legen.

Initiative Zentrum Lokstedt


Eine Bürgerinitiative will sich für ein neues Lokstedter
Zentrum am Behrmannplatz stark machen. Die politische Diskussion soll dabei kritisch begleitet werden. Infos dazu gibt es unter www.zentrum-lokstedt.de oder unter 55 76 08 88.
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