Wenn Mieter auf der Strecke bleiben

Erst kürzlich stand in der Zeitung zu lesen, dass die Grünflächen zwischen dem
U 3-Bahn-Damm und einigen Häusern in der Hohen Weide nicht mehr für alle Mieter dort frei zugänglich sein sollen. Der Eigentümer möchte sie den einzelnen Mietparteien im Parterre vorbehalten, natürlich mit einem entsprechendem Mietaufschlag. Ich selbst bin Betroffener einer solchen Vorgehensweise. Der einstige freie Blick aufs Grün musste dem Anblick eines Zaunes weichen, der sich wie eine Grenzmarkierung durch den Hinterhof zieht. Durch eine Parzellierung wurde zudem sichergestellt, dass die jeweilige Fläche auch wirklich nur dem entsprechenden Mieter vorbehalten bleibt. Seitdem muss sich im Hinterhof der nachbarschaftliche Kontakt auf die Kommunikation durch Drahtmaschen beschränken. Ist es nicht geradezu beschämend, wenn Eigentümer/Vermieter so auf Besitzstände einwirken, nur des Profites Willen? An dieser Stelle muss ich für unseren Eigentümer/Vermieter eine Lanze brechen, denn er solidarisierte sich mit seinen Mietern und unternahm alles, um diesen "Schandfleck", der an DDR-Zeiten erinnert, zu verhindern. Es half nichts, die Aktion wurde umgesetzt. Es ist schade, dass die Menschlichkeit heute oftmals auf der Strecke bleibt, nur um den eigenen Geldbeutel zu füllen. Ich kann den Mietern, denen jetzt das gleiche Schicksal ereilen soll, nur wünschen, dass ihnen dieser Eingriff in die Lebensqualität erspart bleibt. Allein mir fehlt der Glaube! Aber vor Weihnachten darf man ja Wünsche äußern. In diesem Sinne eine besinnliche Vorweihnachtzeit.
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3 Kommentare
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Karina Kappen aus Neuland | 16.12.2011 | 09:21  
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paul müller aus Altona | 16.12.2011 | 18:56  
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Karina Kappen aus Neuland | 17.12.2011 | 13:46  
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