Wenn ein Baby den Alltag umkrempelt

Nicht nur Gerede: Die „wellcome“-Helferinnen untersützen Familien durch ganz praktische Hilfe im Alltag. Foto: pr

Woche des Ehrenamtes: „wellcome“-Mitarbeiter unterstützen
Familien nach der Geburt eines Kindes

GABY PÖPLEU, EIMSBÜTTEL
Die Woche vom 8. bis zum 17. September steht im Zeichen des Ehrenamtes. Auch das Eimsbütteler Wochenblatt berichtet regelmäßig über den unentgeltlichen Einsatz vieler Eimsbütteler zum Wohle der Allgemeinheit, zum Beispiel bei dem Projekt „Wellcome“ im Zentrum für junge Familien in der Lappenbergsallee 32. Hier kümmern sich Ehrenamtliche um Familien, bei denen die Geburt eines Babys den Alltag gründlich auf den Kopf stellt.Das Baby schreit, die Schwester ist eifersüchtig, niemand kauft ein und der Vater ist beruflich eingespannt, weil er noch keine Elternzeit hat. Wer keine Verwandschaft in der Nähe oder hilfsbereite Nachbarn hat, ist schnell aufgeschmissen. Dann springt wellcome ein.

Praktische Hilfe stattkluger Ratschläge

Die meist weiblichen Helferinnen – aktuell sind es zehn in Eimsbüttel – leisten ganz praktische Hilfe, statt nur zu reden: Sie gehen mit dem Baby spazieren, damit die Mutter ein paar Stunden am Stück schlafen kann, begleiten eine Zwillingsmutter zum Arzt oder spielen mit Geschwisterkindern.
Die Hilfe von wellcome kann von Familien im ersten Jahr nach der Geburt eine Babys in Anspruch genommen werden. Die Ehrenamtlichen besuchen sie ein- bis zweimal pro Woche, meist über sechs Wochen bis zu mehreren Monaten. Eine erfahrene Fachkraft steht Helferinnen und Familien für Fragen zur Verfügung. Daniela Knauf koordiniert das Projekt: „Die wellcome-Ehrenamtlichen sorgen dafür, dass aus kleinen Krisen keine großen werden. Häufig kommt es gar nicht erst zu größeren Probleme, wenn Eltern früh entlastet werden.“
Uni Hamburg untersuchte den Nutzen des Projekts
Dass diese Hilfe sinnvoll ist, sehen die Helferinnen selbst in den Familien: Die Uni Hamburg hat ermittelt, dass 77 Prozent meinen, dass sich das Befinden der Mutter durch ihren Einsatz verbessert habe, 67 Prozent berichten von einer Entspannung der Familienatmosphäre. Und: 90 Prozent fühlen sich durch ihre Arbeit „persönlich bereichert“, wollen sich auch in Zukunft einsetzen.
Im vergangenen Jahr leisteten die Ehrenamtlichen immerhin 466 Stunden in der Familienhilfe. „Die Nachfrage wächst stetig“, sagt Knauf, „Deshalb freuen wir uns immer über neue Ehrenamtliche.“ Wer mitmachen möchte, kann sich unter Tel. 0160 231 66 44 an Daniela Knauf wenden.
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