Weniger Raubdelikte, mehr Diebstähle

Eine gute Nachricht aus der Kriminalstatistik 2011: Die Zahl der Einbrüche ist in Hamburg mit 14 Prozent rückläufig, in Eimsbüttel wurden immerhin 7,7 Prozent weniger Einbrüche gemeldet. (Foto: Rike/pixelio.de)

Kriminalstatistik 2011: Jede zehnte Straftat Hamburgs passiert in Eimsbüttel

Anne Rose, Eimsbüttel – Fast zehn Prozent aller Straftaten (21.590), die im vergangenen Jahr in Hamburg angezeigt wurden, sind im Bezirk Eimsbüttel begangen worden. Das zeigen die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik 2011, die jetzt veröffentlicht wurde. Hamburgweit wurden 228.874 Straftaten angezeigt, 1,8 Prozent mehr als Vorjahr. In Eimsbüttel konnten nur 7.807 Fälle (36,2 Prozent) aufgeklärt werden – deutlich weniger als im hamburgweiten Durchschnitt (rund 44 Prozent). Doch es gibt auch einige positive Entwicklungen im Stadtteil.
Die Zahl der Körperverletzungen blieb mit 1.632 Fällen zwar relativ konstant, aber die hohe Aufklärungsrate von knapp 85 Prozent konnte beibehalten werden. Die Zahlen für schwere Körperverletzung bleiben mit 376 angezeigten Fällen ebenfalls nahezu unverändert bei einer ähnlich guten Aufklärungsquote (knapp 80 Prozent).
Die Zahl der Raubdelikte sank auf 190 Fälle (minus 5,9 Prozent), dafür legten Diebstähle mit 11.265 angezeigten Fällen um zwei Prozent zu.
Auch die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle sank im Stadtteil um knapp acht Prozent auf 1.050 angezeigte Fälle. Die Aufklärungsrate ist mit etwa neun Prozent zwar ein wenig besser als im hamburgweiten Durchschnitt (gut acht Prozent), jedoch noch immer besonders niedrig.
Auffällig ist die unterschiedliche Verteilung auf die einzelnen Stadtteile. Am wenigsten zu tun hatte die Polizei 2011 in Hoheluft-West (34 Fälle von Körperverletzungen, 507 Diebstähle und 21 Einbrüche), am meisten in Eidelstedt: 319 Körperverletzungen (minus 7,3 Prozent), 1.306 Diebstähle (mit 21 Prozent allerdings auch die beste Aufklärungsquote), 208 Einbrüche (ein Plus von satten 46 Prozent).
Matthias Lau, Mitarbeiter im Polizeikommissariat 23 in der Troplowitzstraße, sieht die guten Entwicklungen auch für das Jahr 2012 bestätigt: „Aus meiner eigenen Erfahrung heraus glaube ich, dass auch in diesem Jahr die Zahl der Straftaten weiter sinken wird. Es gibt bisher keine Auffälligkeiten, nach dem großen Anstieg bei Einbrüchen im vorletzten Jahr normalisieren sich die Zahlen auch hier langsam wieder. Es gibt einen leichten Anstieg bei Gewaltdelikten, aber alles liegt bisher im normalen Bereich“.
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