„Wat is uns Welt doch lütt“

Platte Ecke: Wat Wiltrud Rosenkranz (84) so vertellt

Von Wiltrud Rosenkranz, Eimsbüttel – Vor een poor Johrn hebbt wi im Wohnmobil West-Canada bereist. Anfangs von Vencouver Island bit kott vor Alaska (Prince Rupert) mit een grot Schipp (ünnen bin uns Wohnmobil). An Trauminseln un Küstn vorbi. No tein Stünnen käm wi wedder an Land un dor markt wi, datt de Versorgungsbatterie nich mehr wull. Erst mol schlopen.
Am annern Moin hebbt wi de next Warkstatt upsocht. Een jung Kirl schnackt dütsch un frogt: „Wo kommt ihr denn her?“ „Ut Hamburg.“ „So“, seggt he, „denn stellt den Wagen man ab, der wird repariert.“(He wör de Inhober.) Un denn telefoniert he mit sienn Modder un wi ward likes to´n koffie inlodt. Bi de Schnackere käm rut, dat de Ursel (sien Modder) ut de Satoriusstroot wör. Grot bi uns übern Markt röber. De Vadder wör freuer Plünnhöker ut Ottensen. Ober dat wör noch nich allens. Mit eens segg ik: „Bitte Ursel, sag das noch mal. Wo hat deine Freundin gewohnt?“ Un denn hefft wi – mien Mann un ik – lut lacht: „Das gibt es nicht. In der St. Georger Wohnung wohnt jetzt unser Sohn!“
De Obend wör noch lang, denn Jim har noch Steaks brot. Mit eene niege Batterie fohrt wi annern tags dorch de Rockys trüch. Plötzlich seggt mien Mann: „Kiek mal dor ünnen is een groot Thermolbad.“ Wi nix wi hen un rin. Mit eenmol groot Hallo. „Endlich kann ik mol wedder Platt snaken.“ So freit sik een Buar ut Winsen/Luhe. He wör all vor vertig Johrn no Canada utwandert un har nu een groot Heunerfarm. Sien Fro, Schwägerin un wi han dat Swemmen for luder Schnackere vorgeten. Wat is de Welt doch lütt.
As wi wedder in Hamborg weern, hefft wi dat hus, in dem uns Söhn jetzt wohnt fotografiert un Ursel for ehrn Partykeller henschickt.
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