Was wird aus dieser öden Ecke?

Dauerthema „Glaskästen“: Nachdem bereits 2009 die CDU den Abriss des 60er-Jahre-Komplexes gefordert hatte, startet nun die SPD einen neuen Versuch, hier Wohnhäuser mit Lärmschutz zu ermöglichen. (Foto: rs)

„Glaskästen“ an der Kieler Straße: SPD will dort Wohnungsbau

Reinhard Schwarz, Stellingen – Sie gelten seit Jahren als „Schandfleck“: die Glaskästen an der Kieler Straße, Ecke Volksparkstraße. Doch seit Jahren tut sich nichts an den beiden Gewerbebauten mit dem maroden Sechziger-Jahre-Charme. Jetzt gibt es einen neuen Vorschlag: Wohnungen sollen da hin. SPD-Bezirksabgeordnete Monika Rüter: „Das Grundstück eignet sich gut zum Wohnen. Es ist an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe.“ Um zukünftige Anwohner vor dem erheblichen Verkehrslärm zu schützen, sei ein „modernes, lärmabweisendes Gebäude“ notwendig.
Positive Resonanz auch bei der CDU: „Wir wollen die Glas-kästen schon seit Jahren weghaben“, sagt Planungsexperte Frank Döblitz (CDU). Allerdings müsse „man prüfen, ob Wohnbebauung lärmtechnisch dort überhaupt möglich ist“. Notwendig sei auf jeden Fall ein Bebauungsplan für den Bereich zwischen Autobahnabfahrt Stellingen bis zur Ecke Kieler Straße, Volksparkstraße.
Bedenken kommen von den Grünen. „Ich halte einen Abriss für nicht sinnvoll“, erklärte Roland Seidlitz, Bezirksfraktionschef der Eimsbütteler Grünen. „Es stellt sich die Frage, ob noch eine andere Nutzung in Frage kommt. Wohnen an der Stelle finde ich nicht so verlockend.“ Seidlitz spielte darauf an, dass die beiden 60er-Jahre-Bauten bereits als anerkannte Architektur dieser Epoche der Bundesrepublik gelten.
Der beklagenswerte Zustand der Glaskästen ist seit Jahren ein Dauerthema der Kommunalpolitik. Schon 2009 hatte die CDU eine Initiative gestartet, die Häuser abreißen zu lassen. Das Ensemble gehört der Stadt, wird von der Sprinkenhof AG verwaltet. Diese sollte den Komplex verkaufen, doch Käufer fanden sich bisher nicht.
2009 hatte Sprinkenhof-Chef Henning Tants (CDU) gegenüber dem Wochenblatt erklärt, man werde „dort konzeptionell tätig werden“. Doch seitdem hat sich offenbar nichts mehr getan.
Eine aktuelle Anfrage wurde von der Sprinkenhof AG nicht beantwortet.
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1 Kommentar
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Denis Flöter aus Stellingen | 02.02.2013 | 13:37  
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