Was wird aus dem Rundbunker?

Ist ziemlich runter, soll aber weiter genutzt werden: Im Bezirk Altona zerbricht man sich den Kopf darüber, wie der Rundbunker zwischen Schanzenpark und Bahnhof Sternschanze saniert werden kann.

Sternschanze: Bezirk Altona will Rundbunker am Schanzenpark sanieren – das wird ziemlich teuer

Die Fassade bröckelt, das Gemäuer ist feucht, Probenräume sind wegen Schimmelbefalls gesperrt: Der Rundbunker am Rande des Schanzenparks ist in keinem guten Zustand. Um das Gebäude wieder nutzen zu können, müsste der Bezirk Altona ziemlich viel Geld reinstecken. Wofür?
Die Bezirkspolitiker wollen das Kriegsrelikt als Ort für kulturelle Veranstaltungen herrichten lassen. Bisher waren lediglich Proberäume für Bands im Keller – diese sollen möglichst erhalten werden. Allein um das Gebäude dafür wieder herzurichten, werden 400.000 Euro fällig. Die Mauern müssen saniert werden, eine Lüftung ist nötig. Je nachdem, was sonst noch gewünscht ist, müssten Rettungswege oder ein Aufzug eingebaut werden. Die Maximallösung wäre eine Art Plattform im Obergeschoss plus die Bandräume unten.
Kosten: eine Million Euro!
„Es muss etwas passieren“, sagt Stefanie Wolpert (Grüne), deren Fraktion sich für eine Nutzung des Bunkers stark macht. „Wir haben immerhin das Grundstück und das Gebäude, man muss das nicht kaufen oder bauen.“
Die Stadt hat den Bunker Anfang des Jahres an Altona übertragen, nun muss sich der Bezirk auch um den Unterhalt kümmern. Das Gemäuer steht unter Denkmalschutz, daher müssen alle Umbauten mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt werden.
Strittig ist, woher das Geld kommen soll. Der Bezirk hat noch etwa 400.000 Euro für Investitionen im Schanzenpark übrig. Das ist der Rest der sogenannten Wasserturm-Million, die Mövenpick damals beim Bau des Hotels im Schanzenpark zahlen musste. Aber soll diese Summe allein in den Erhalt des Bunkers ge- steckt werden? „Wir geben das Geld nicht dafür aus, dass der Turm so dasteht wie zuvor“, so Wolpert. Für alles, was über die kleine Lösung (Proberäume) hinausgeht, müssen zusätzliche Summen her. Die Bezirkspolitiker fordern nun, dass aus einem anderen städtischen Topf Geld für die Instandsetzung fließen muss.
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