Was bringt Olympia?

In Stellingen soll die Radrennbahn neu gebaut werden, die bisherige Anlage gilt als veraltet. (Foto: DRE/archiv)

Bewerben für die Spiele 2024 - ja oder nein? Die Hamburger stimmen ab – ein Blick auf Eimsbüttel

Ja oder Nein? Seit Wochen dis-kutiert Hamburg darüber, ob sich die Stadt für die Olympischen Spiele 2024 bewerben soll. Knapp 1,3 Millionen Bürger haben die Wahl. Was bringt Olympia für Eimsbüttel und Umgebung? Ein Blick auf Details.

Was sagen Befürworter?
Der Senat und viele Partner aus Wirtschaft, Sportvereinen und anderen Lobbygruppen wollen die Spiele. Die Argumente in Kürze: Ein einmaliges internationales Sportfest, das Hamburgs Ansehen und Bekanntheit in der Welt steigert. Eine Chance, zentrale Flächen im Hafen als Sport- und Wohnquartiere zu entwickeln. Und: „Nachhaltige“ Spiele, da hinterher viele Sportstätten und Flächen in der gesamten Stadt der Allgemeinheit zur Verfügung stehen sollen.

Was sagen die Gegner?

Sie warnen vor Finanzrisiken – wie etwa bei der Elbphilharmonie. Sie befürchten steigende Mieten durch den Olympia-Bauboom und bezweifeln, dass alle Bürger der Stadt etwas von den Spielen haben werden. Zudem wird vor einem massiven Sicherheitsapparat gewarnt, der nötig sei, um die Spiele überhaupt stattfinden zu lassen.

Was ist in Eimsbüttel und Umgebung geplant?
In drei Sportstätten sollen Wettkämpfe ausgetragen werden: im Tennisstadion am Rothenbaum, auf der Radrennbahn in Stellingen (Velodrom) und in den Messehallen (Badminton, Judo, Boxen, Handball und Tischtennis). In Stellingen ist eine Bahn für bis zu 5.000 Zuschauer vorgesehen. Nebenan, auf den bisherigen Fußballplätzen, wird eine BMX-Strecke hergerichtet. Nach den Spielen soll diese wieder abgebaut werden, um die Plätze wie vorher zu nutzen. Das Velodrom an der Hagenbeckstraße werde nach Olympia auf etwa 1.000 Zuschauerplätze verkleinert. Geschätzte Kosten: etwa 72 Millionen Euro für das Stellinger Velodrom und etwa 90 Millionen Euro für Um- und Ausbau der Messehallen.


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Abstimmen!

Bis vorigen Donnerstag hatten laut Landeswahlamt 455.826 Hamburger schon per Brief entschieden – also gut ein Drittel der insgesamt etwa 1,3 Millionen Stimmberechtigten. Die vorgelegte Frage kann man nur mit Ja oder Nein beantworten. Alles andere macht den Stimmzettel ungültig.
Wer abstimmen möchte, muss den Wahlbrief bis spätestens Sonntag, 29. November, um 18 Uhr einwerfen. Achtung! Für den Versand per Post ist die Zeit zu knapp. Also gleich zum zuständigen Bezirksamt und dort einwerfen. Am Sonntag selbst sind von 8 bis 18 Uhr in allen Stadtteilen Wahllokale für die Abstimmung geöffnet. Adressen stehen in dem zugesandten Infoheft oder im Internet (siehe unten). Das vorläufige Abstimmungsergebnis soll im Laufe des Sonntagabends feststehen.

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