Warum wird dieser Parkplatz nicht genutzt?

Hier ist häufig was frei: Der Parkplatz des Hamburger Sportbunds zwischen der Wirtschaftshochschule und dem Imbiss am U-Bahnhof Schlump. Foto: cv

Streit um Leihautostation: Am Schlump steht eine Parkfläche fast leer

Carsten Vitt, Eimsbüttel
Montagmorgen, kurz nach neun Uhr: Auf dem kleinen Parkplatz des Hamburger Sportbunds (HSB) am U-Bahnhof Schlump steht gerade mal ein Auto. Platz ist hier für 20. Warum baut die Hochbahn dort nicht ihre geplante Station für Leihautos, wie es eine Anwohnerinitiative immer wieder vorgeschlagen hat? Es geht um sechs bis acht Stell-plätze für Mietwagen – Switch heißt das Hochbahn-Zusatzangebot. Erklärungsversuche:„Da der Parkplatz des Haus des Sports vermietet ist, steht er zur Nutzung für einen Switch- Punkt leider nicht zur Verfügung“, hieß es im Mai von der Hochbahn. Das stimmt nur teilweise. Tatsache ist, dass der HSB für seinen Hauptsitz nahe des U-Bahnhofs Parkplätze braucht – aber nicht alle. Und er würde sogar welche abgeben.
„Von den 20 Parkplätzen brauchen wir mindestens zwölf“, sagt HSB-Sprecher Thomas Michael. „Unser ehrenamtliches Präsidium kommt häufig ins Haus des Sports, bleibt aber selten den ganzen Tag. Auch wenn dadurch der Eindruck entstehen kann, die Plätze würden oft leer sein, brauchen wir sie täglich.“ Zudem sind einige untervermietet.
Unterm Strich stünden also etwa acht Plätze auf einem zentral gelegenen Parkplatz zur Verfügung – in etwa so viele, wie die Hochbahn für ihre Leihauto-Station derzeit einplant. „Wir sind weiter bereit, einen Teil der 20 Plätze abzugeben, um eine Switch-Station zu ermöglichen“, betont Michael.
Die Hochbahn lehnt diese Lösung aber ab. Es gehe dabei nur um Untermiete – das sei keine langfristige Möglichkeit, die die Hochbahn anstrebe, um auch „unabhängig von sich eventuell verändernden Besitzverhältnissen Standorte für die langfristige Nutzung“ anzubieten. Der HSB betont aber, dass der Parkplatz-Vertrag unbefristet laufe. Von Änderungen also keine Spur.

Favorit der Hochbahn bleibt Gustav-Falke-Straße


Die Hochbahn zieht es stattdessen vor, einen Park- und Grünstreifen in der Gustav-Falke-Straße für die Switch-Wagen umzubauen. Das Bezirksamt schlägt der Politik nun vor, sechs Plätze für Leihwagen und sechs weitere für andere Nutzer schräg zur Fahrbahn zu bauen. Dafür werden Gehweg und Grünstreifen aufgebuddelt, es fallen kleine Sitzecken zwischen einer Busbucht und einem Spielplatz sowie zwei Bäume weg.
Die Bezirkspolitik hat eine Entscheidung mehrfach vertagt. Offenbar ist Rot-Grün für die Hochbahn-Lösung, CDU, Linke und FDP haben Einwände.
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