Wahl: So tickt Ihre Redaktion!

Wahl-O-Mat-Ergebnis für Carsten Vitt, Eimsbüttel. (Foto: pr)

Bürgerschaftswahl: Wir machten den Selbsttest beim „Wahl-O-Mat“

Der Wahlkampf läuft, überall Plakate, Veranstaltungen, Buhlen um die Wählergunst. An sich geht es ja um Inhalte und politische Ziele. Aber immer mehr bestimmen kurze Slogans, Image, das Aussehen der Kandidaten oder einfach Zufall die Wahlentscheidung. Wer guckt sich schon die Positionen der Parteien im Detail an? Mit dem Wahl-O-Mat können Bürger im Internet schnell und einfach checken, welche Partei ihren Überzeugungen am nächsten kommt. Die Redaktion des Elbe Wochenblatts hat den Selbsttest gemacht.
Auf den ersten Blick ticken wir alle recht ähnlich: Piraten, Linke und Grüne sind weit vorn. Aber ein paar Unterschiede gibts im Detail – wir sind ja nicht im Sozialismus hier!

Carsten Vitt (39),
Eimsbüttel-Redakteur:

"Okay, das Ergebnis überrascht mich nicht. Ich finde: Hamburg braucht bezahlbare Wohnungen, einen vernünftigen öffentlichen Nahverkehr (bessere Buslinien und eine Straßenbahn!).
Radler sollen freie Fahrt haben, unsere Schulen müssen besser werden, und Bürger müssen endlich mehr mitbestimmen dürfen bei wichtigen Grundsatzentscheidungen.
Nein, ich will keine Olympiade, lasst uns bitte mit diesem Potemkinschen Sportdorf in Ruhe! Sie wollen sicher wissen, was ich wählen werde. Nee, das bleibt Wahlgeheimnis. Aber bürgerlich-liberal sicherlich nicht - aus Überzeugung!"

Christiane Handke-Schuller (61),
Altona-Redakteurin:

"Ich fass es nicht: In mir scheint eine Mischung der wildesten und komplett konträren politischen Ansichten zu brodeln. Die meisten Übereinstimmungen habe ich mit den Piraten: 63,4 Prozent, dicht gefolgt von der total programmbefreiten „Partei“. Und das in meinem Alter! Ist das noch seriös? Aber ehrlich gesagt: dass die FDP mit 58,5 Prozent Übereinstimmung so gut bei mir wegkommt, hätte ich auch nie vermutet. Und die 51 Prozent für die AfD lassen mich heftig schlucken.
Was nun? Wen wähle ich? Seit Jahrzehnten ein extrem schwankender Wechsel- und Last-Minute-Wähler, hab ich meine Kreuzchen meistens so zwischen Links bis Mitte verteilt, dass sie sich gegenseitig unschädlich gemacht haben. Vorsatz für die Wahl 2015: Ich muss entschiedener werden!
Wie das klappen soll, wenn ich morgens eine halbe Stunde brauche, um mich zwischen Hose und Rock zu entscheiden, ist mir allerdings ein Rätsel..."

Miriam Kopf (35),
Elbvororte-Redakteurin:

"Wenn meine Schwerpunkte auf gebührenfreien Kitas und einer Sozialkarte für den HVV lägen, müsste ich die Partei, Piraten oder Linke wählen. Na bitte, das passt doch zu meinem Ranking. Dumm nur, dass meine Stimme im Oppositions-Di-ckicht, beziehungsweise an der Fünf-Prozent-Hürde verpuffen würde. Also doch auf die heißen Themen stürzen: Integration der Flüchtlinge, Flüchtlingsaufnahme, Projekte gegen Rechtsextremismus – da mischen natürlich die großen Parteien mit, egal ob aus dem linken oder rechten Spektrum. Also doch bloß wieder Einheitsbrei! Ich weiß zwar trotzdem, wen ich wähle, kann aber verstehen, woher die Politikverdrossenheit bei vielen kommt."
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1 Kommentar
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Wolf-Detlof von Zepelin aus Eimsbüttel | 07.02.2015 | 21:53  
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