Vorschlag: Bürgerpreis für den Beetrebellen!

Andreas Böhle pflegt seit Jahren ehrenamtlich Blumenbeete im Stadtteil – und macht Eimsbüttelern Freude damit.

Kolumne: Warum Andreas Böhle Anerkennung für sein grünes Engagement verdient hat

Die Bezirksversammlung sucht gerade mögliche Kandidaten für den Eimsbütteler Bürgerpreis. Da haben wir doch einen: Andreas Böhle, der Beetrebell von der Wiesenstraße. Der Eimsbütteler bepflanzt und pflegt seit mehr als drei Jahren Teil der Grünanlage Heußweg / Wiesenstraße. Neulich hat das Bezirksamt einen Quadratmeter Blumenbeet abräumen lassen, weil es angeblich störte. Doch da haben die Beamten die Rechnung ohne die Eimsbütteler gemacht: Mehr als 1.000 Bürger fordern, dass das Grün wieder hergestellt wird. Der Image-Schaden für das Bezirksamt ist enorm.
Nun mal offiziell: „Ich schlage Andreas Böhle für den Bürgerpreis der Bezirksversammlung Eimsbüttel vor. Er hat sich in vorbildlicher Weise für die Verschönerung seines Stadtteils eingesetzt. Mit seinen privat gepflegten Beeten bereitet er seit Jahren vielen Bewohnern des Stadtteils Freude. Böhle ließ sich auch von bürokratischen Widerständen gegenüber seinem ehrenamtlichen Engagement nicht einschüchtern und will weiter dazu beitragen, den Stadtteil Eimsbüttel zu verschönern. Das verdient Anerkennung.“ Soweit das Offizielle, ich schick das mal ab.
Das Bezirksamt hat sich da was eingebrockt: Mit der groben Keule wird ehrenamtliches Engagement umgeholzt. Und es gibt bisher keine Einsicht, dass das nicht so geschickt war. Ist schon seltsam, dass sich die verantwortlichen Herren im Bezirksamt – Fachamtsleiter Thomas Pröwrock und Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke – so schwer tun, mal einen Fehler zuzugeben. Warum fehlt da die Größe, sich zu entschuldigen? Warum kein Lob für den engagierten Bürger Böhle?
Mit Aktionen wie diesen macht sich das Amt unglaubwürdig, die Bürger überhaupt ernstzunehmen. Da nützen dann auch etliche teure Beteiligungsrunden wie am Isebek, in Stellingen oder Eidelstedt nichts. Einmal Beet geräumt, Kredit verspielt. Wir hoffen noch: Vielleicht lernen die am Grindelberg was daraus. Auch wenns bisher nicht danach aussieht.

Das Leben in der Großstadt ist spannend – in unserer neuen Kolumne schreiben Autoren des Elbe Wochen- blatts darü̈ber, was ihnen auffällt. Erlebnisse, Beobachtungen, Meinungen aus Eimsbü̈ttel und Umgebung, mal bissig, mal humorvoll: Viel Vergnü̈gen mit den „Eimsbü̈tteler Ansichten“!
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