(Vorläufiges) Aus für die Wechselstube

Gut angenommen, doch manchen Anwohnern offenbar nicht recht: Die soziale Tauschbörse „Wechselstube“ musste kurzfristig schließen. (Foto: fh)

Druck vom Vermieter: Soziale Tauschbörse musste schließen

Da hatten Marco Scheffler und die Initiatoren der Wechselstube die Rechnung wohl ohne den Vermieter gemacht: Die soziale Tauschbörse in Eimsbüttel musste kurzfristig schließen. Scheffler erhielt eine Abmahnung vom Verwalter seiner Kneipe, vor der das Zelt der Wechselstube stand. Abbauen oder Rauswurf ­– so die Drohung.
Anfang November wurde sie eröffnet, und fand von Anfang an viele Unterstützer im Stadtteil: In der Wechselstube konnten Eimsbütteler gut erhaltene Sachen für andere Menschen abgeben. Rund um die Uhr war das Tauschen in dem Zelt möglich. Das war manchen Anwohnern offenbar ein Dorn im Auge. Schließlich erhielt Scheffler, Pächter der Gaststätte in der Methfesselstraße 65, Ende voriger Woche einen Brief von der Verwaltungsgesellschaft Georg Adler, in dem ihm mit Kündigung gedroht wurde. Das Zelt sei sofort abzubauen – so die Forderung. Offenbar hatte der Gastronom es auch versäumt, bei seinem Vermieter die Erlaubnis für die besondere Nutzung einzuholen.
Scheffler ging auf Nummer Sicher, wollte keinen Rausschmiss riskieren. Er wundert sich aber über das Vorgehen. „Bei uns hat sich niemand beschwert, die Wechselstube ist eine schöne nachbarschaftliche Sache, die nicht gestört hat“, so Scheffler.
Das Aus soll nur vorläufig sein: Die Initiatoren suchen derzeit eine Ausweichfläche, eventuell vor der zweiten Bar Schefflers im Hellkamp. „Am liebsten würden wir das Zelt aber auf einer Ecke des Else-Rauch-Platzes aufstellen“, so der Mitinitiator. Gespräche mit dem zuständigen Bezirksamt soll es diese Woche geben.
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