Von Vorlesungen und Telefondamen

Als Wissen noch durch Zuhören und Lesen vermittelt wurde: Vorlesung an der Universität Hamburg 1949. (Foto: Foto: junius Verlag)

Stadtteilbuch zum Grindelvertel und Umgebung.

Von Carsten Vitt.
Keine Bange, steht zwar Eppendorf drauf, ist aber ‘ne Menge Eimsbüttel drin. Autorin Karin Kuppig nimmt im Stadtteilbuch zu Eppendorf und Umgebung die Leser mit auf spannende Ausflüge in die Nachbarschaft.
Im aktuellen Band werden die schicken Viertel Richtung Alster und ihr Werdegang vorgestellt. Rotherbaum, Harvestehude, das Grindelviertel, Hoheluft-Ost, schließlich Eppendorf und Groß-Borstel. Einst eher Landsitze betuchter Hamburger außerhalb der Stadt, sind es heute teure innerstädtische Residenzen der Besserverdiener und Bildungsbürger. So viel hat sich da ja erstmal nicht geändert, scheint es.
Wie üblich in der Reihe des Junius Verlags überzeugen die kleinen handlichen Büchlein mit einer Mischung aus historischen Informationen, tollen alten Fotos, ein bisschen Promiwissen und Tipps. In mehreren Rundgängen kann sich der Leser zu Fuß markante Orte und Ecken erschließen. Oder er sitzt bei der Lektüre im Sessel oder in der U-Bahn und freut sich über Aha-Erlebnisse.
Bis zu 1.600 Telefonistinnen in der Schlüterstraße
Schon gewusst, dass im Fernmeldeamt an der Schlüterstraße bis in die 60er-Jahre bis zu 1.600 Telefonistinnen arbeiteten? Nur, um Gespräche zu vermitteln? Oder noch nie von der riesigen Veranstaltungshalle gehört, die auf der Moorweide stand, bevor die Universität dort gebaut wurde?
Für solche und viele weitere kleine Details aus der Geschichte der Stadtteile lohnt sich das Buch. Alles in allem: lesenswert, informativ, übersichtlich. Und passt auch in die Handtasche.

Buchtipp
Karin Kuppig
Eppendorf Buch
Junius Verlag
ISBN 9 7838 8506 0451
Preis: 16,80 Euro
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