Vom wilden Leben in Eimsbüttel

Rasante Geschichte zwischen Eimsbüttel und der Nordheide: Autor Jesko Wilke hat mit „Ghostwriter“ einen unterhaltsamen Debütroman vorgelegt. (Foto: pr)

„Ghostwriter“: Autor Jesko Wilke legt amüsanten Roman vor

Er ist pleite, Monate mit der Miete im Rückstand, und die Ex will dauernd Geld: Für Volvo sieht das Leben in Eimsbüttel nicht rosig aus. Ist er mal wieder flüssig, wird die Kohle gleich in der Stammkneipe versoffen. Doch dann bekommt der Chaot eine unverhoffte Chance ...
Jesko Wilke hat mit „Ghostwriter“ einen unterhaltsamen Roman mit einer schrägen Geschichte vorgelegt. Der Autor wohnte selbst ein paar Jahre in Eimsbüttel und lässt lustige Szenen im Viertel spielen.
Volkmar Vogt, von allen Volvo genannt, ist ein erfolgloser Autor, kein Verlag will seinen Roman rausbringen. Dann macht ihm sein Agent ein unmoralisches Angebot: Er soll als Ghostwriter ein Buch fertig schreiben. Erfolgsautor Kurt Kalinski konnte einen Krimi nicht mehr vollenden, dessen Agent will aber unbedingt das Honorar abgreifen. Und Volvo soll etwas davon abbekommen. Er willigt ein, eine haarsträubende Geschichte nimmt ihren Lauf. Da liegt dann ein toter Autor in der Kühltruhe, ein nervender Köter macht Volvo das Leben schwer, und unverhofft kommt die schöne Tochter des Verstorbenen nach Hause.
Wilke hat da ein paar schräge Typen in die Welt gelassen. Die Handlung ist rasant, es gibt viel zu lachen. An ein paar Stellen droht er den Bogen zwar etwas zu überspannen, kriegt dann aber grad noch die Kurve, damit das Ganze nicht vollkommen unglaubwürdig wirkt.
Spaß macht es vor allem, der Hauptfigur bei ihrem wilden Ritt durchs Leben zuzusehen. Da geht es um (junge) Frauen, nicht immer politisch korrekt, aber sehr unterhaltsam. Und am Schluss ist der Kerl doch noch glücklich verliebt ...
Roman-Autor Wilke hat viele persönliche Erlebnisse im Roman eingearbeitet, ist selbst aber nicht Vorlage für die Hauptfigur: „Ich bin eher organisiert“, sagt der Journalist lachend. Ein paar Jahre wohnte er am Heußweg, hat in dieser Zeit eine urige Kneipe als Vorbild für die Romanpinte kennengelernt. Seit ein paar Jahren lebt der Autor mit Frau und Hund in Bendestorf im Landkreis Harburg. „Das meiste in dem Buch ist erfunden.“ Aber eins hat Wilke als Kneipenaushilfe gelernt: „Ich weiß, wie man ein gutes Bier zapft!“

Lesung


Jesko Wilke liest am Dienstag, 15. Januar, im
Literaturcafé Mathilde,
Bogenstraße 5, aus „Ghostwriter“. Beginn ist um 20.15 Uhr, der Eintritt kostet vier Euro.
Jesko Wilke: Ghostwriter
rororo Taschenbuch
ISBN: 978-3-499-25849-7
8,99 Euro
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