Vom Unsinn weiterer Tempo 30 - Zonen

Hamburg: Osterstraße | Die Stimmen der Bezirkspolitiker wollen nicht verstummen, dass das Netz der Tempo 30 - Zonen erweitert werden muss. Eines der Zielobjekte ist die Osterstraße - eine der beliebtesten Einkaufsstraßen in Eimsbüttel. Anscheinend schert es niemanden mehr, dass bei der Einführung der ersten 30er Zonen ganz bewusst Geschäftsstraßen ausgenommen wurden. Dafür gab es mehrere Gründe. Prioritär galt, dass der Verkehrsfluss der HHA-Busse nicht erschwert werden dürfe, die gerade in solchen Geschäftsstraßen fahren. Gefährden wollte man auch nicht den Einkaufsverkehr mit dem PKW, der für die meisten Geschäftsanlieger überlebenswichtig ist. Und nicht zuletzt war man sich im Klaren, dass es Straßen geben muss, die den Verkehr aus den verkehrsberuhigten Wohngebieten aufnehmen muss. Lange hielten die Vorsätze, aber eben nicht auf Dauer. Wohin es schließlich führt, wenn Verkehrsberuhigung um jeden Preis betrieben wird, der muss sich nur einmal den Grindelhof ansehen. Verschwunden sind die einstigen Geschäftsanlieger, die den Standort einzigartig machten, Geschäften gewichen, die austauschbar sind.
Schluss deshalb mit weiteren Tempo 30 - Zonen. Sie sind überflüssig, wie ein Kropf, denn mittlerweile ist hinreichend bekannt, dass die Durchschnitts-geschwindigkeit in Hamburg ohnhin kaum 30 km/h erreicht. Aber vielleicht geht es dabei gar nicht um die Geschwindigleit, sondern allein um die Legitimation für Umbaumaßnahmen in diesen Straßen, die vor allem eines erreichen sollen: die Verdrängung des PKW. Das wäre allerdings ein hoher Preis! Zu bezahlen von den Geschäftsanliegern mit dem Verlust von Kunden und allgemein vom Steuerzahler mit Geldausgaben, die nutzvoller, z. B. für die Ertüchtigung der maroden Sraßen und Radwege, eingesetzt werden könnten. Bleibt nur zu hoffen, dass uns diese Entwicklung bei der Osterstraße erspart bleibt.
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