„Unsere Straße wird zum Schrottplatz“

Seit Mitte Dezember vergangenen Jahres parkt dieser rote Renault Megane im Brehmweg. Die Anwohner Anke Bellmer und Peter Rogosch sind von dem verschmutzten Fahrzeug genervt. Sie möchten es in ihrer Wohnsiedlung nicht mehr dulden. Foto: frh

Brehmweg in Stellingen: Ein Auto steht seit fast einem Jahr im Weg herum

Von Frauke Heiderhoff, Stellingen – Das darf doch wohl nicht wahr sein: Kann dieses kleine, störende, rote Fahrzeug nicht woanders parken? Solche Fragen stellen sich Anwohner von Brehmweg und Hagenbeck-straße schon seit Monaten. Der Wagen ist vollkommen verdre-ckt: Auf dem Dach eine dicke Schicht Grünspan, ebenso an den Fenstern, von außen als auch von innen. Unter dem Renault liegen bergeweise Laub und Unrat. Der TÜV des Fahrzeugs ist abgelaufen. Die Anwohner Anke Bellmer und Peter Rogosch sind von dem Anblick genervt: „Unsere Straße hat sich zu einem richtigen Schrottplatz entwickelt“, bedauert Rogosch. In einer sonst „sehr gepflegten Wohngegend“ sei das nicht nachzuvollziehen.
Bellmer weist besonders auf die schwierige Parksituation hin: „Hier wird jeder Parkplatz benötigt.“ Das nutzlos herumstehende Auto behindere zudem die Straßenreinigung massiv. Mehrere Nachbarn beschwerten sich immer wieder. „Wir möchten, dass der Renault Megane hier verschwindet“, fordert Bellmer. Doch es tut sich nichts. Auch die inzwischen am Scheibenwischer befestigte „Mängelmeldung“ bleibt wirkungslos: Der Fahrzeughalter rührt sich nicht. Bereits seit Mitte Dezember vergangenen Jahres steht der rote Megane im Brehmweg, Ecke Hagenbeckstraße – genau gegenüber vom Backshop.
Und was macht die Polizei? Solange das Fahrzeug – wie in diesem Fall – angemeldet ist, kann man nichts unternehmen, heißt es da. Schließlich existiere keine Regelung, die ein „Dauerparken“ verbiete. Bezirksamtsmitarbeiter können das Fahrzeug nur entfernen lassen, wenn es offensichtlich nicht betriebsbereit ist – etwa wenn der Motor fehlt oder die Räder abgebaut sind.
Dass der TÜV abgelaufen ist, sei eine bloße Ordnungswidrigkeit. „Müssen wir das wirklich so hinnehmen?“, fragen sich die Anwohner. Bezirksamt wie Polizei versprachen gegenüber dem Wochenblatt, weitere Informationen einzuholen. So soll nun der Halter ermittelt werden.
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