„Unser Park muss schöner werden!“

Sie wollen, dass ihr Park wieder zum Erholungsort wird: Andreas Böhle, Arlette Andrae und Gökhan Yalca (v.l.) (Foto: cvs)
Hamburg: Henry-Vahl-Park |

Henry-Vahl-Park: Anwohnerinitiative will Grün verschönern – aber was tut die Stadt?

Christopher von Savigny, Eimsbüttel – Glasscherben im Gras, Kot in der Sandkiste und Müll, soweit das Auge blickt: Der Henry-Vahl-Park, einst ein schmuckes Fleckchen Grün zwischen Osterstraße, Heußweg und Emilienstraße, ist zu einem Schandfleck verkommen. „Aufhalten will sich hier niemand mehr“, sagt Andreas Böhle. Zusammen mit einigen Mitstreitern hat Böhle eine Anwohnerinitiative gegründet, die den Park auf Vordermann bringen will. Der eigentlich zuständige Bezirk tue nämlich gar nichts, so Böhle. „Der Park ist total verlottert.“
Der Henry-Vahl-Park, benannt nach einem verstorbenen Eimsbütteler Volksschauspieler, ist im Prinzip lediglich ein rund 100 Meter langer Weg, der von Büschen, Bäumen und Rasenflächen umgeben ist. Im dicht besiedelten Stadtteil Eimsbüttel war die kleine Grünanlage seit jeher als Erholungsort beliebt. Momentan kann davon allerdings keine Rede sein. Der Grund: Fast täglich treffen sich dort morgens ab
9 Uhr Männer zum Alkoholtrinken. „Die Leute sind sehr laut, manchmal gibt es sogar Prügeleien“, sagt Böhle. Müll und Flaschen blieben liegen, zum Pinkeln und auch fürs große Geschäft gingen die Leute einfach ins Gebüsch – manchmal erledigten sie dies auch vor aller Augen.
Dem Bezirksamt Eimsbüttel ist der Zustand des Henry-Vahl-Parks bekannt. „Leider können wir so gut wie nichts tun“, räumt Sprecher Stephan Glunz ein. Die Grünfläche werde im Rahmen der Möglichkeiten gepflegt. Aber so lange es sich nicht um Obdachlose handele, könne man die Trinker nicht vertreiben. Anwohnern rät er, die Polizei zu rufen, sobald sie die ungebetenen Gäste bei etwas Verbotenem erwischten. „Ich werde auch den Bezirklichen Ordnungsdienst anweisen, dort öfters vorbeizuschauen“, so Glunz.
Die Anwohnerinitiative hat bereits eine Putzkolonne gebildet, die regelmäßig Müll und Kot entfernt. Demnächst sollen neue Blumen und Gehölze gepflanzt werden. Außerdem wollen Anwohner zusammen mit der Kita „Lollipop“ Nistkästen aufhängen. „Es wäre schön, wenn hier wieder mehr Kinder spielen würden“, sagt Arlette Andrae, Quartiersmanagerin des Vereins Osterstraße.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.