Uni-Neubau gestartet

Margit Bonacker, Geschäftsführerin der Konsalt GmbH, leitete den Infoabend im gut gefüllten Hörsaal 4 des Geomatikums. (Foto: cvs)

Geomatikum: Erdarbeiten beginnen noch in diesem Jahr – Kritik an Baumfällungen

Christopher von Savigny, Eimsbüttel – Jetzt geht es los: Die Anwohner des Geländes rund um das Geomatikum in der Bundesstraße müssen sich ab sofort auf erheblichen Lastwagenverkehr und Baulärm gefasst machen. Baume werden gefällt, Erde ausgehoben: Das sind Vorarbeiten für das Uni-Megaprojekt „Klimacampus“, das die Fakultäten der Mathematik, der Informatik (bislang in Stellingen) und der Naturwissenschaften – kurz „MIN“ – unter einem Dach zusammenfassen soll. An der Straße Beim Schlump entstehen zwei sieben- bis elfgeschossige Gebäuderiegel für die Geowissenschaftler. Geplante Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist im Jahr 2018. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 500 Millionen Euro.
58 Bäume müssen dem Projekt laut Bezirksamtsdezernentin Birgit Fuhlendorf weichen. „13 Bäume werden an Ort und Stelle nachgepflanzt, der Rest an anderer Stelle“, so Fuhlendorf. Anschließend rückt der Kampfmittelräumdienst an. Das gesamte Gelände wird eingeebnet – mit der Folge, dass der Turm des Geomatikums künftig ein Stück weiter aus dem Erdreich herausragt. Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser werden neu verlegt. Aufgrund des Baustellenverkehrs fallen etliche Parkstreifen und Fahrradwege an der Bundesstraße und Beim Schlump weg.
Bei einer Infoveranstaltung im Geomatikum gab es Lob, aber auch Kritik. Positiv bewerteten die Zuhörer, darunter viele Anwohner, dass die Geo- und Naturwissenschaften in Eimsbüttel bleiben und nicht, wie ursprünglich einmal geplant, an den Grasbrook umziehen. Andererseits ginge durch den Umbau viel wertvolle Grünfläche verloren. „Sie bietet nicht nur Studenten eine Möglichkeit zur Erholung, sondern ist auch für Kindergarten-Kids ein willkommenes Spielfeld“, sagt Anwohnerin Elke Rochow. In dem Zusammenhang sei es unverständlich, warum ein anderer Beitrag zum Architekturwettbewerb, der diesen Aspekt berücksichtigt habe, nicht das Rennen gemacht habe. Dazu Ulrich Hölscher von der Gebäudemanagement Hamburg, die für den Tiefbau verantwortlich ist: „Einen Verlust von Grünflächen wird es geben, da brauchen wir gar nicht drumherum zu reden.“
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