Umzug mit Hürden und Hindernissen

Für das Leitungsteam des Mehrgenerationenhauses stehen stressige Wochen und Monate an: Der Vertrag für das neue Haus in der Amandastraße ist noch nicht unterschrieben, während im März der alte Mietvertrag in der Müggenkampstraße ausläuft. Foto: rs

Das Mehrgenerationenhaus Nachbarschatz hat eine neue Bleibe – aber noch keinen Mietvertrag

Von Reinhard Schwarz, Eimsbüttel – Es ist kuschelig eng im Mehrgenerationenhaus Nachbarschatz in der Müggenkampstraße. Mittagszeit: In der „Caféstube“ drängen sich die Besucher beim Essen. Schmale, steile Treppen führen in die oberen Stockwerke dieses Hauses im Hinterhof. Doch was auf den
ersten Blick wie wohlige Nähe aussieht, ist auf den zweiten Blick ein Problem: Das Haus ist nicht behindertengerecht, ohne Hilfe kommt ein Rollstuhlfahrer nicht die Treppe hoch. Die Räume sind zu klein in diesem Hinterhofhaus mit einer Fläche von etwa 450 Quadratmetern. Daher war das Zentrum, das einen Kindergarten, eine Küche sowie zahlreiche Angebote für Eltern und Ältere beherbergt, schon seit Jahren auf der Suche nach größeren Räumen. Die Suche war erfolgreich. Das ehemalige „Haus für alle“ in der Amandastraße mit einer mehr als doppelt so großen Fläche von 1.100 Quadratmetern wurde als ideale Alternative gefunden. Das Geld ist da, doch es gibt noch Probleme. Der Teufel steckt im Detail.
„Die Finanzierung steht“, sagt Dagmar Engels, Leiterin des Mehrgenerationenhauses. 1,2 Millionen Euro stehen für die Renovierung dreier Stock-werke des Hauses bereit, das der Stadt Hamburg gehört und von der Sprinkenhof AG verwaltet wird. „Wir müssen noch die genauen Mietbedingungen aushandeln“, so Engels. An den Verhandlungen nehme auch das Bezirksamt Eimsbüttel teil. Das zweite Problem: Der Mietvertrag für das (alte) Haus in der Müggenkampstraße lief bereits im März dieses Jahres aus und wurde lediglich um ein Jahr bis März 2012 verlängert. Die Zeit wird also knapp. Dagmar Engels zeigt sich optimistisch: „Der Vermieter will eine gemeinsame Lösung mit uns finden – im Moment läuft alles gut.“
„Die Arbeit läuft weiter“, versichert Engels. 1989 als Mütterzentrum und Selbsthilfeorganisation in Eimsbüttel gegründet – damals das zweite dieser Art in Hamburg – wurde das Zentrum 2007 durch die Übernahme in das Aktionsprogramm der Bundesregierung zum Mehrgenerationenhaus (MGH), das auch ältere Menschen zum Mitmachen auffordert.
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