Treffpunkt: Teemobil

 Das Team von Eidelstedter Teemobil: Sami Khokhar (Mitte) und seine Helfer machen sich bereit. (Foto: jbd)

Wie Sami Khokhar und seine Mitstreiter mit einer einfachen Idee Flüchtlingen helfen

Jasmin Bannan, Eidelstedt/Stellingen

Es nieselt leicht, während sich fünf Männer im Laderaum eines Kleintransporters zu schaffen machen. Dann gehen die Türen auf, Sami Khokhar und seine Helfer heben schwere Wasserkocher aus dem Inneren des Wagens. Sofort werden sie umringt von Menschen, die sie freundlich begrüßen. Sami und sein Team bringen Menschen in Flüchtlingsunterkünften Tee, Kakao, Kekse oder Obst. Und sie bringen so Menschen zusammen. Die Teestunde hat sich zu einem festen Treffpunkt entwickelt. Immer um 20 Uhr vorm Eingang.
Der dreifache Familienvater arbeitet tagsüber als IT-Manager und ist seit drei Monaten nach Feierabend unterwegs, um den Hamburger Flüchtlingen zu helfen. „Ich habe zuerst in der Kleiderausgabe im Jenfelder Moorpark angefangen. Dann habe ich am Hauptbahnhof Tee ausgeschenkt und die ankommenden Flüchtlinge von den Gleisen abgeholt. Durch Zufall sah ich mir die Zentrale Aufnahmestelle in Harburg an und war entsetzt: Dort war keinerlei Hilfe, keine Versorgung, keine Ansprechpartner. Dabei ist es so wichtig, jetzt die Gemeinschaft zu fördern, den Zusammenhalt zu stärken.“
Im Pizzaservice eines Cousins in Harburg fing Sami Khokhar an, Tee zu kochen, um die Menschen in den Abendstunden mit etwas Warmem zu versorgen. Schnell entwickelte sich dann mit der Unterstützung der Hamburger Ahmadiyya-Gemeinde die Idee für ein mobile Teeversorgung.

Helfende Hände werden immer gebraucht

Die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde ist mit ihren 2.500 Mitgliedern in ganz Hamburg vertreten und verfügt über ein gutes Netzwerk. Dennoch werden immer Helfer gebraucht, betont Khokhar.
Fünf Standorte fährt das Teemobil zurzeit an: Harburger Postraße, Wiesendamm, Wendenstraße, den Eidelstedter Praktikermarkt und den ehemaligen MediMax in Stellingen. Dank einer Großspende ist für ein paar Wochen genug Tee parat. „Dringend brauchen wir immer Milch, Zucker, Kekse, Schokolade, Kakaopulver und Kaffee“, so Khokhar. Auch gekochte Eier und frisches Obst wie Bananen und Äpfel werden benötigt. Spenden können direkt vor Ort abgegeben und verteilt werden.

Infos

Informationen zum Teemobil gibt es auch bei Facebook: Die Daten in der öffentlichen Gruppe „Das Teemobil“ werden von Sami Khokhar regelmäßig aktualisiert.
❱❱ www.facebook.com/groups/DasTeeMobil
Speziell für die Versorgung der Flüchtlinge im Nordwesten gibt es ebenfalls eine Helfer-Gruppe:
❱❱ www.facebook.com/groups/eidelstedt4refugees
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