Todesangst im Zahnarztstuhl - Ein Ausweg für Menschen mit extremer Angst vorm Zahnarzt

5-11 Prozent der Bevölkerung erleben die Zahnbehandlung im Extremfall derart drastisch. Diese Menschen leiden an einer Zahnbehandlungsphobie, einer behandlungsbedürftigen Angsterkrankung, die zur Gruppe der spezifischen Phobien zählt.

Die Betroffenen sind sich sehr wohl bewusst, dass ihre Panikreaktionen überzogen sind, können sich ihrer jedoch aus eigener Kraft nicht erwehren. So tritt große Scham, Hilflosigkeit und Angst vor der Angst auf, der notwendige Zahnarztbesuch wird trotz erheblicher Beschwerden, oft über viele Jahre hinweg, vermieden. Die Zähne geraten zunehmend in desolaten Zustand, was für die Betroffenen stark beeinträchtigende körperliche, soziale und psychische Folgen mit sich bringen kann.

„Ein schlechtes Gebiss schädigt den gesamten Organismus.“ berichtete die Süddeutsche Zeitung: (http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheitsr...). Durch mangelnde Zahngesundheit steigt das Herzinfarkt-, Hirnschlagrisiko und Diabetes-Risiko erheblich, das Immunsystem wird durch dauerhafte Entzündungsherde im Körper permanent geschwächt, es kann zu chronischer Niereninsuffizienz und weiteren körperlichen Schäden kommen (Quelle: SZ v. 16.12.2011).

Schöne Zähne heben den Sympathiefaktor. Sichtbar desolate Zähne verursachen Scham. Ernst zu nehmende und belastende soziale Probleme im Miteinander mit anderen Menschen im privaten sowie beruflichen Umfeld entstehen. Mit zunehmendem Leidensdruck steigt der Stresspegel, was die Psyche überfordern und die psychische Gesundheit gefährden kann.

Einen hilfreichen Ausweg aus der Zahnbehandlungsphobie
bietet z.B. die Verhaltenstherapie als erwiesen wirksame Behandlungsmethode, die betroffene Angstpatienten in die Lage versetzen kann, selbstwirksam, eigenverantwortlich und dauerhaft für ihre Zahngesundheit Sorge zu tragen.

Die Universität Hamburg (Arbeitsbereich Klinische Psychologie und Psychotherapie) bietet Menschen mit extremer Zahnbehandlungsangst ein kostenloses Gruppen-Training zur Bewältigung der Zahnbehandlungsphobie im Rahmen einer Studie ab März an. Es wird mit verhaltenstherapeutischen Methoden gearbeitet. Betroffene sind herzlich willkommen! Bitte melden Sie sich und finden Sie den Weg aus der Angst! Infos und Anmeldung bei Daniela Bornschein, Tel.: 01520 20 86 389 oder per Email unter daniela.bornschein@studium.uni-hamburg.de. Nähere Infos auch unter http://angstvormzahnarzt.jimdo.com
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