Tempo 30 auf der Osterstraße?

Radstreifen, Mittelinseln, engere Fahrbahnen: So in etwa soll die Osterstraße nach dem Umbau aussehen. (Foto: pr)

Pläne für Umbau fast fertig – neue Forderungen

Die Pläne sind so gut wie fertig, im Herbst soll es losgehen mit dem Umbau der Osterstraße. Kurz vor Beginn stehen noch drei Knackpunkte im Raum: unvollständige Radstreifen, Tempo 30 und weniger Parkplätze. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ändert sich im Groben?
Die Gehwege sollen breiter werden, indem die Radfahrer auf der Straße fahren. Da wird dem Autoverkehr ein Stück abgeknapst, auf der Straße und an Parkplätzen. Alles in allem erhoffen sich die Planer, dass das chaotische Durcheinander an der Osterstraße aufhört, indem jeder Verkehrsteilnehmer seinen eigenen Raum bekommt. Weitere Neuerungen: An der Kreuzung Osterstraße / Methfesselstraße wird ein Kreisel gebaut.

Wird es besser für Radfahrer?

Recht sicher schon. Sie bekommen auf ganzer Länge sogenannte Schutzstreifen, also eine Spur mit gestrichelten Linien. Heißt: Hier können auch Autos drüberfahren, wenn es zu eng ist wegen des Gegenverkehrs. Etwas absurd ist die Planung für den Abschnitt zwischen Schwenckestraße und Methfesselstraße: Dort wird es diesen nur auf einer Seite geben, nicht für jede Fahrtrichtung.

Wird es besser für Autofahrer?
Viele befürchten: Nein. Der Autoverkehr soll gebremst werden, durch engere Fahrspuren, Radstreifen und Mittelinseln. Von den 220 Parkplätzen am Straßenrand fällt etwa die Hälfte weg. Das ist der größte Kritikpunkt der Geschäftsleute: Sie befürchten, dass Kunden wegbleiben, weil diese nicht mehr eben schnell halten und ins Geschäft springen können.

Wird es Tempo 30 geben?
Wahrscheinlich nicht, auch wenn das immer wieder gefordert wurde, wie zuletzt vom Radfahrerclub ADFC. Eine generelle Tempo-30-Zone sehen die Pläne gar nicht vor, allenfalls einen Abschnitt mit Tempo 30 könnte es geben. Aber: Durch die beengten Fahrstreifen erhofft man sich, dass die Geschwindigkeit ohnehin deutlich unter den bisher zulässigen 50 Stundenkilometern liegt.

Zeitweise Einbahnstraße


Im September soll mit dem ersten Abschnitt zwischen Emilienstraße und Schwen-ckestraße begonnen werden. Dauer: etwa acht Monate. Komplett fertig wird die Osterstraße voraussichtlich Mitte 2017 sein.
Während der Bauzeit wird die Einkaufsmeile stadteinwärts zur Einbahnstraße, stadtauswärts ist eine Umleitung über Fruchtallee / Ring Zwei geplant. Haus- und Ladeneingänge sollen grundsätzlich zugänglich bleiben. „Pflasterarbeiten direkt vor der Ladentür sollen - soweit irgend möglich - außerhalb der Öffnungszeiten durchgeführt werden“, heißt es vom Bezirksamt Eimsbüttel.
Eine Präsentation zum Umbau ist im Internet einzusehen unter der Adresse:
❱❱ www.hamburg.de/eimsbuettel/osterstrasse
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