Telemannstraße: Schule bleibt Schule - vorerst

Der 1911 als Volksschule gegründete Bau wird in Zukunft für die Ausbildung junger Kaufleute genutzt.
Hamburg: Schule Telemannstraße |

In Eimsbüttel ist nun die Berufliche Schule City Nord zuhause

Andreas Göhring, Eimsbüttel

Das denkmalgeschützte Schulgebäude Telemannstraße 10 wird vorerst weiter als Ausbildungsstätte genutzt. In den Herbstferien ist die Berufliche Schule City Nord (BS 28) dort eingezogen. Voraussichtlich bis 2018 soll die Schule in Eimsbüttel bleiben.
An der BS 28 werden Kaufleute für Büromanagement, Gesundheitskaufleute, IT-Kaufleu-te, Sport- und Fitnesskaufleute und Veranstaltungskaufleute auf ihren Beruf vorbereitet. Der Schwerpunkt liegt von der Zahl der Auszubildenden her allerdings eindeutig bei den Kaufleuten für Büromanagement.
Mit dem Einzug der BS 28 beginnt ein weiteres Kapitel in der bunten und abwechslungsreichen Geschichte der Schule Telemannstraße. 1911 als Volksschule gegründet sorgte sie acht Jahre später für Aufsehen und Empörung, als man den Versuch unternahm, Jungen und Mädchen gemeinsam zu unterrichten. Im Viertel war sie die „rote Schule“, weil viele Schüler aus Arbeiterfamilien oder aus dem kommunistischen Milieu stammten.
In den letzten Jahren wurde das Gebäude als Ausweichquartier für andere Schulen genutzt. So brauchte die Handelsschule Weidenstieg (H 5) 2006 dringend neue Räume, weil ihr altes Haus vom Schwamm befallen war. Die Schüler kamen vorübergehend in der ehemaligen Haupt- und Realschule Telemannstraße unter. Im Frühjahr sind sie aber in einen Neubau an der Budapester Straße gezogen, den sie sich mit dem Wirtschaftsgymnasium St. Pauli teilt.
Mit dem Auszug begannen Spekulationen über die künftige Nutzung der Schule Telemannstraße – und auch des Schulgebäudes Schwenckestraße. Es wurde ebenfalls um 1910 gebaut, wurde zuletzt ebenfalls als Ausweichquartier genutzt und ist – wie die Telemannstraße – im Schulentwicklungsplan von 2013 als Standort verzeichnet, der aufgegeben werden soll.
Wenn in Eimsbüttel Gebäude oder Flächen frei werden, wird die Immobilienwirtschaft hellhörig, denn im Quartier ist die Nachfrage groß. Der Standort Telemannstraße jedenfalls wird bis 2018 erst einmal nicht aufgegeben.
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