Streik bei Neupack geht weiter

Im Kampf um einen Tarifvertrag: Bei Neupack in Stellingen geht der Streik weiter.

Geschäftsführung verweigert nach wie vor Verhandlungen mit der Gewerkschaft

Eine Woche Pause, nun wird weiter gestreikt bei Neupack in Stellingen. Seit Donnerstag voriger Woche bleibt ein Großteil der Belegschaft wieder der Arbeit fern. Die streikenden Mitarbeiter wollen einen Tarifvertrag für alle Kollegen in dem mittelständischen Unternehmen erkämpfen. Die Geschäftsführung des Verpackungsherstellers lehnt Verhandlungen mit der Gewerkschaft nach wie vor ab.
Eine Woche zuvor hatte die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) den Streik nach gut drei Monaten ausgesetzt. Es wurden Gespräche und eine Vermittlungsrunde vorgeschlagen, Neupack ging nicht darauf ein. „Im Arbeitgeberverhalten wurde keine wirkliche Änderung erkennbar. Neupack versucht weiterhin, Keile zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft und Belegschaft und Gewerkschaft zu treiben“, so IG BCE-Bezirksleiter Jan Eulen.
Während die Gewerkschaft und die streikenden Mitarbeiter einen verbindlichen Tarifvertrag einfordern, will die Geschäftsführung weiterhin über Einzelverträge Löhne und Arbeitsbedingungen im Betrieb regeln. Als Ansprechpartner akzeptiert Neupack offenbar nur den Betriebsrat, die IG BCE soll aus dem Betrieb rausgehalten werden. Mitunter ganz handfest: IG BCE-Sekretär Rajko Pientka wurde vorige Woche der Zutritt zu einer Betriebsversammlung im Stellinger Werk verwehrt.
Auch die Bürgerschaftsfraktionen von SPD, Grünen und Linken haben an Neupack appeliert: „Wir erwarten insbesondere von den Eigentümern von Neupack, dass sie als Arbeitgeber (...) ihre Bereitschaft zur Verhandlung eines Tarifvertrages mit der zuständigen Gewerkschaft erklären“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Fraktionen.
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