Stolperfallen in Eimsbüttel: „Unhaltbarer Zustand“

3,5 Zentimeter hoch ragt diese Gehwegplatte heraus. Wer nicht richtig aufpasst, beibt leicht hängen, vor allem im Dunkeln.

An hunderten Stellen gibt es gefährliche Kanten und Kuhlen - zwei Beispiele

„Das ist doch ein unhaltbarer Zustand. Da werden Millionen für eine Minute Busbeschleunigung ausgegeben, und Gehwege sind so kaputt.“ Hanna Backenberg steht am Ausgang der U-Bahn-Station Lutterothstraße und zeigt auf den Gehweg. Nahe des Else-Rauch-Platzes fehlen an mehreren Stellen Steinplatten, es haben sich tiefe Kuhlen gebildet. Stolperkanten, Sturzgefahr!
Backenberg stürzte hier im Februar 2011 und erlitt einen Bruch im Beckenbereich. Über Wochen hatte sie Schmerzen, konnte kaum gehen. Damals versuchte ihre Krankenkasse, von der Stadt Geld für die Behandlung zurückzubekommen. Abgeschmettert. „Aber heute ist der Zustand des Gehwegs genau so schlimm. Hier wurde nichts gemacht. Da müssen doch nur ein paar Gehweplatten eingesetzt werden. Mich ärgert diese Ignoranz“, empört sich die Eimsbüttelerin.
Auch an der Quickbornstraße ragen Gehwegplatten weit aus dem Boden, es ist eine holperige Ecke. An mehreren Stellen zwischen den Hausnummern 43 und 49 gibt es fiese Stolperkanten. Offenbar sind wegen Baumwurzeln einige Platten rausgenommen worden, da sind nun Kuhlen. Wer nicht aufpasst, bleibt an den Kanten hängen. Eine Anwohnerin hat schon mehrere Passanten hinfallen sehen. „Vor einem Jahr habe ich das Problem dem Stadtteilpolizisten geschildert, der hat das weitergeben. Aber seitdem hat sich nichts getan.“
Warum ist das so? Wird vom Bezirksamt Eimsbüttel in Kauf genommen, dass sich Passanten auf öffentlichen Wegen lang legen, weil es fiese Stolperfallen gibt? Das Amt widerspricht: „Sämtlichen Meldungen über Mängel im öffentlichen Raum wird im Rahmen unserer Möglichkeiten nachgegangen und eine Lösung unter Berücksichtigung der begrenzten Haushaltsmittel geschaffen. Eine Untätigkeit liegt somit nicht vor. Etwa 2.000 Meldungen über Mängel im öffentlichen Raum erreichen uns im Schnitt im Jahr“, so Sprecherin Aileen Röpcke.
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