Stolperfalle bekannt – das Amt tut nichts

Achtung, Kanten (Symbolfoto): Stolperfallen werden in Eimsbüttel selten ausgebessert. (Foto: Archiv)

Unfälle und Stürze im Eppendorfer Weg 91: Ein Geschäftsmann empört sich

Klaus D. Hohr hat schon etliche Passanten stürzen sehen. Von seinem Geschäft im Eppendorfer Weg 91 aus hat er einen direkten Blick auf den Gehweg. Und dort lauert eine Stolperfalle.
Ein schmaler Durchgang bleibt Fußgängern zwischen Autos und der benachbarten Außengastronomie. Ein Teil des öffentlichen Wegs ist eine Kiesfläche, ein Teil mit Platten ausgelegt. Dazwischen: einige Zentimeter Höhenunterschied. Man muss schon ordentlich aufpassen, um da sicheren Fußes vorbeizukommen. „Es stolpern immer wieder Menschen gefährlich an dieser Ecke, Kinder haben sich schon Hände und Knie aufgeschlagen. Muss das wirklich sein? Vor ein paar Wochen stürzte eine ältere Dame und brach sich einen Arm“, schildert Hohr die Lage. Polizei und Bezirksamt wurden über den Vorfall informiert.
Und dann? „Zwei Wochen später wurde eine gelbe Markierung im Bereich dieser Stolperfalle angebracht, aber sonst erfolgte nichts“, so Hohr. Er hat den zuständigen Wegewart und das Bezirksamt erneut angeschrieben – es tat sich dennoch nichts.
Die Stolperecke ist vor mehreren Jahren entstanden. „Hier wurde der öffentliche Gehweg aufgerissen und unvollständig wieder geschlossen, weil Wurzeln eines Kastanienbaumes bei der erneuten Verlegung der Gehwegplatten nicht gefährdet werden durften“, so der Geschäftsmann. Die Fläche rund um den Baum wurde damals mit einem Gemisch namens Glensanda – eine Art feiner Kies – aufgefüllt. Doch dieser Belag wird offenbar regelmäßig dünner.
Lässt sich da was verbessern? Das Elbe Wochenblatt hakte nach beim Bezirksamt Eimsbüttel. Sprecher Elmar Schleif: „Die benannte Stelle ist dem zuständigen Fachamt seit mehreren Monaten bekannt und wird regelmäßig von den Wegewarten begangen. Die kritisierten Schäden am Gehweg werden mit hoher Dringlichkeit behandelt. Leider können wir nicht mehr machen, als die Glensandaflächen aufzuarbeiten. Jedoch spülen diese regelmäßig wieder aus.“ Heißt: Wissen wir, gucken wir mal nach, bessern wir notfalls aus, mehr geht nicht.
Hohr empört diese Antwort:  „Wenn sich hier ein weiterer Unfall ereignet, werde ich Strafanzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung erstatten.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.