Sternschanze: Kritik an Verkehrsplänen

Hier kommen sich Bus, Autos, Fußgänger und Radfahrer in die Quere: Die Einmündung von der Sternschanze in die Schanzenstraße.

Bürger fühlen sich bei Planungen übergangen

Von Fritz Schenkel, Sternschanze – Umbau der Straße Sternschanze: Am mittleren Teil zwischen altem Bahnwärterhäuschen und U-Bahn-Ausgang wird bereits gebaut. Für den dritten Abschnitt bis hin zur Schanzenstraße wurden jüngst die überarbeiteten Pläne vorgestellt. Im Clubhaus des SC Sternschanze gabs die zweite öffentliche Anhörung.
Danach soll die Bushaltestelle für die Abfahrten nun doch nicht wie zunächst vorgesehen in die Schanzenstraße verlegt werden. Sie verbleibt in der Sternschanze, wandert allerdings weiter nach Osten. Im Zuge dessen werden auch die Taxistände weiter nach Osten verlegt. Trotz einer Verlagerung des Fahrradverkehrs auf die Straße soll die Kopfsteinplasterung beibehalten werden. Die Bepflanzung des auf städtischem Gelände befindlichen Bahndamms mit seinen 173 Bäumen soll aufgelockert werden.
Größere Probleme bereitet noch die Führung des Fahrradverkehrs in der Schanzenstraße, besonders im Bereich der sogenannten T-Kreuzung, der Einmündung der Sternschanze. Eine neue Planungsvariante sieht vor, den Fahrradverkehr vor der Einmündung auf die Straße und danach wieder auf den Radweg zurückzuführen. Aus der Gegenrichtung Altonaer Straße ist eine Abbiegemöglichkeit Richtung Sternschanze für Fahrräder und Autos im Gespräch. Ebenfalls überlegt wird, ob Tempo 30 für die Sternschanze und in Bereichen der Schanzenstraße gelten soll.
Bis auf Rainer Zabel von der SPD sprachen sich tendenziell alle Vertreter der anderen in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien CDU, GAL, Die Linke und FDP für die vorgestellten Planungsvarianten aus. Die SPD wolle sich erst einmal in der Fraktion beraten. Tim Schmuckall, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, übte harsche Kritik an der schleppenden Weitergabe von Informationen durch das Bezirksamt.

Aus Protest: „Büro autonomer Bürger“
Aus Protest gegen eine nach ihrer Meinung zwar versprochene aber nicht durchgeführte „Bürgerbeteiligung“ waren viele Anwohner der zweiten öffentlichen Veranstaltung fern geblieben. Sie haben stattdessen ein „Büro autonomer Bürger“ ins Leben gerufen, das eine regelmäßige Sprechstunde anbieten wird. Am Kiosk vor dem Sport- und Kulturhaus des SC Sternschanze bestehe dann für Politiker und Interessierte die Möglichkeit, mit den aktiven Bewohnern des Viertels tatsächlich ins Gespräch zu kommen, so die Organisatoren.
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