Stellinger haben Angst vor einer "Großsiedlung"

Entwurf des Bezirksamts Eimsbüttel: Die dunklen Häuser sind die geplanten Neubauten am Spannskamp in Stellingen. Anwohner befürchten den Verlust des weitläufigen Grüns. (Foto: Repro: pa)

Bürgerinitiative kämpft gegen geplante Neubauten am Spannskamp

Jan Paulo, Stellingen – "Das wird hier bald eine Großsiedlung mit entsprechender Anwohner-Klientel“, befürchtet Elsbeth Baumann, Sprecherin des „Aktionskreises Spannskamp“. Die Bürgerinitiative kämpft gegen geplante Neubauten im Quartier.
Bis zu 270 Wohnungen sind zusätzlich vorgesehen. Stichwort: Nachverdichtung. Auf den großzügigen Grünflächen zwischen den Hochhäusern sollen nach den bisherigen Plänen viergeschossige Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Dazu kommen Kopfbauten an den bestehenden kleineren Mehrfamilienhäusern.
„Für die kleinen Kinderspielplätze, Bänke und Tische ist dann kein Platz mehr, eine uralte Buche und hunderte weiterer Bäume müssten dran glauben“, so Baumann. „Das halbe Viertel hat sich schon mit unserem Aktionskreis solidarisiert.“ Besonders enttäuscht sind die Anwohner von der Schiffszimmerer-Genossenschaft, der die betroffenen Häuser und Grundstücke gehören. „Erst wenige Tage vor der öffentlichen Anhörung im Bezirksamt hat man uns Mitglieder informiert, dabei wird doch schon seit Jahren geplant“, sagt Baumann.
Thonas Speeth, Prokurist der Schiffszimmerer-Genossenschaft, hält dagegen: „Noch vor der Verwaltung haben wir unsere Mitglieder per Treppenaushang von den Plänen in Kenntnis gesetzt.“ Zudem stehe man noch ganz am Anfang der Planung. „Erst muss die Bezirksverwaltung mit dem Bebauungsplan rechtliche Grundlagen schaffen, das kann Monate dauern“, erklärt der Architekt. „Erst danach werden sich unsere zuständigen Gremien und der Aufsichtrat damit befassen, in welchem Umfang wir bauen werden.“ Diese Entscheidung solle selbstverständlich unter Beteiligung der Anwohner und der Bürgerinitiative fallen.
Diese konzentriert sich nun auf die Kommunalpolitik. „CDU, GAL und Linke waren schon hier“, berichtet Elsbeth Baumann und kündigt an: „Sobald das Thema auf die Tagesordnung des Stadtplanungsausschusses kommt, gehen wir hin und machen unsere Vorstellungen schon deutlich.“

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