Stellingen: Wohnheim für 200 Flüchtlinge geplant

Matratzen und Bettgestelle für Wohncontainer: Bisher waren häufig provisorische Unterkünfte für Flüchtlinge errichtet worden. In Stellingen soll ein Neubau entstehen, der auf zehn bis 15 Jahre genutzt wird.

Bis Ende 2016 soll eine neue Unterkunft entstehen – überwiegend für Familien

Hamburg braucht dringend Unterkünfte für Flüchtlinge – in Stellingen soll nach Informationen des Elbe Wochenblatts ein neues Wohnheim gebaut werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was für eine Unterkunft entsteht?

Geplant ist ein drei- bis viergeschossiger Neubau mit Platz für bis zu 200 Menschen. In dem Haus sollen 45 Wohneinheiten mit je zwei bis drei Zimmern, Küchenzeile und Duschbad entstehen. Wohnen sollen dort überwiegend Familien.

Wo soll das Haus hin?
Das Grundstück befindet sich an der Großen Bahnstraße 50, im Gewerbegebiet zwischen Haferweg und Holstenkamp nahe des Eimsbütteler Marktplatzes. Die Unterkunft liegt am vielbefahrenen Holstenkamp im Übergangsbereich zwischen Stellingen, Altona-Nord und Bahrenfeld.

Ist ein Wohngebäude dort zulässig?
Offenbar schon. Laut Schreiben der Sozialbehörde werde das Grundstück bereits jetzt zum Wohnen genutzt, ebenso wie einige Flächen rundherum. Zudem habe der Gesetzgeber Vorschriften gelockert, so dass Unterkünfte auch in Gewerbegebieten errichtet werden können.

Was spricht für das gewählte Grundstück?
Es gibt einen Eigentümer, der neu bauen will. Die Stadt mietet die Immobilie über den Betrieb Fördern und Wohnen für zehn bis 15 Jahre an. Zudem sind aus Sicht der Behörde sowohl Einkaufsmöglichkeiten als auch Schulen und Kitas im Umfeld vorhanden. Nach Eimsbüttel, Stellingen und Altona-Nord sind es jeweils ein bis zwei Kilometer, es gibt in der Nähe Buslinien und S-Bahnhöfe.

Wann ist das Haus fertig?
Es soll in der zweiten Jahreshälte 2016 genutzt werden können, ein Bauantrag ist gestellt worden.

Gibt es Bedenken?
Die Pläne wurden in der Bezirkspolitik offenbar durchaus kontrovers diskutiert, Widerspruch war bisher nicht zu vernehmen. „Stellingen leistet seinen Beitrag für die Versorgung und Unterkunft von Flüchtlingen. Wir werden diese Menschen in unserer Stadt der Hoffnung willkommen heißen“, sagt zum Beispiel Khalil Bawar, Vorsitzender der SPD Stellingen.
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