Stellingen hat bald 960 Neu-Bewohner

Die Zentrale Erstaufnahme in der Vogt-Kölln-Straße bietet Platz für bis zu 512 Flüchtlinge. (Foto: sh)

Wie und wo im Stadtteil Flüchtlinge untergebracht werden

Simon Hill, Stellingen

Zwei neue Großunterkünfte für gut 960 Menschen: So kommen in Stellingen Flüchtlinge unter – der Überblick.

– Seit Freitag vor zwei Wochen bietet der ehemalige Medimax-Elektronik-Fachmarkt an der Kieler Straße Platz für bis zu 450 Menschen. Die Flüchtlinge schlafen in Etagenbetten, Sanitäranlagen gibt es auf dem Parkplatz vor dem Gebäude. Neben etwa 30 Toilettenkabinen sind auch mehrere Container mit Dusch- und Waschgelegenheiten vorhanden.
Betreiber der Anlage ist die Hilfsorganisation Johanniter. Zudem sind Bundeswehrsoldaten vor Ort, die technische Aufgaben übernehmen. Ein mehrsprachiger Sicherheitsdienst ist beauftragt worden. Die Mitarbeiter sollen beim Übersetzen helfen. Dienstleister übernehmen die Essenslieferungen und die Reinigung der Unterkunft.
Alle Flüchtlinge werden nach Betreiberangaben vor ihrer Ankunft in der Unterkunft geimpft, bei Bedarf medizinisch versorgt und notfalls in ein Krankenhaus gebracht. Offenbar ist die Arbeit gut organisiert und die Stimmung friedlich, so ein Mitarbeiter vor Ort. Nachbarn aus dem Fitnesscenter nebenan bestätigen dies.

– Die zweite Unterkunft ist das Containerdorf auf einem Parkplatz an der Vogt-Kölln-Straße (Informatikum). Betreiber ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Harburg. Eine Sprecherin rechnet damit, dass Ende dieser, spätestens Anfang nächster Woche Flüchtlinge in die Wohncontainer einziehen werden. Die Unterkunft sollte bereits im August fertig sein. Weil Container knapp waren, verzögerte sich der Termin jedoch immer wieder. Es gibt nun Platz für bis zu 512 Menschen.

– Beide Flüchtlingsunterkünfte in Stellingen sind Zentrale Erstaufnahmen. Heißt: Hier werden Asylbewerber untergebracht, die gerade erst in Hamburg angekommen sind. Nach spätestens drei Monaten sollen sie auf Folgeunterkünfte verteilt werden. Da derzeit sehr viele Menschen nach Hamburg kommen, müssen immer wieder neue Unterkünfte zur Erstaufnahme eröffnet werden.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.