Starthilfe in den Beruf

Zuhören ist der Anfang und viel Wert: Christina Riemann-Haertel ist Patin für Schüler bei der „Ausbildungsbrücke“. Für Eimsbüttel sucht sie weitere Aktive, die Schüler beim Weg in den Beruf unterstützen möchten.

„Ausbildungsbrücke“ unterstützt Schüler der Astrid-Lindgren-Schule – Ehrenamtliche Paten sollen bei Berufssuche helfen

Abschluss geschafft –­ und nun? Mit dem Einstieg in den Beruf tun sich viele Schüler schwer. Eine besondere Hürde haben Förderschüler zu nehmen. Denn die meisten Arbeitgeber meinen, mit solchen Bewerbern könnten sie nichts anfangen. Eine Handvoll Aktiver engagiert sich gerade für Schüler, die häufig durch das Raster der Anforderungen fallen. Christina Riemann-Hertel ist Koordinatorin für die „Ausbildungsbrücke“. Sie sucht nun Paten, die Schülern der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Eimsbüttel beim Start in den Beruf helfen möchten.
Knapp 50 Schüler der Klassen 7 bis 9 besuchen derzeit die ALSin der Bundesstraße 94. Sie verlassen die Schule mit einem Förderschulabschluss, der unter dem Niveau des Hauptschulabschlusses liegt. Das heißt aber nicht, dass sie nichts können. „Wenn unsere Schüler etwas wollen und akzeptiert werden, wie sie sind, dann arbeiten sie hervorragend“, sagt Kirsten Wimbert, Leiterin der ALS. Mit etwas Hilfe und Ansporn kommen die Jungen und Mädchen zum Beispiel im Einzelhandel, in der Gastronomie oder Pflege unter. Manche machen sich auch als Kleinunternehmer selbstständig.
Was vielen fehlt, sind Selbstvertrauen und Motivation. Und da kommt die „Ausbildungs-brücke“ ins Spiel. Das Modell: Ehrenamtliche Paten treffen sich regelmäßig mit den Schülern, hören zu, sprechen über deren Pläne, spornen an, geben Tipps. Riemann-Hertel weiß aus ihrer eigenen Patentätigkeit: „Wenn Schüler merken, da hört mir jemand zu, der interessiert sich für mich, ist das wertvoll für sie.“
Gesucht werden berufstätige Menschen, die über einen längeren Zeitraum ein bis zwei Stunden Zeit für ihre Patenschüler haben. „Man muss sich auf Schüler einlassen können und einen gesunden Menschenverstand mitbringen“, so Riemann-Haertel. Die Ehrenamtlichen werden von der „Ausbildungsbrücke“ auf ihre Aufgabe vorbereitet. Die Paten sollen Schüler der jetzigen 7. Klassen unterstützen, die im nächsten Schuljahr ein Berufspraktikum absolvieren müssen.

Wer will mithelfen? Infotag in Altona
Die „Ausbildungsbrücke“ stellt sich am Dienstag, 14. Februar, vor. Das Informationstreffen beginnt um 18.30 Uhr in der Diakonie in Altona, Königstraße 52. Wer sich als Pate bewerben oder mehr erfahren möchte, wendet sich am besten vorab per E-Mail an riemann-haertel@patenmodell.de, Informationen gibt es auch unter www.ausbildungsbruecke.patenmodell.de. Als Mentoren sind derzeit etwa 50 Aktive in acht Regionen im Einsatz. Die „Ausbildungsbrücke“ ist ein Projekt der Diakonie und soll 2012 weiter wachsen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.